Posts Tagged ‘Rap’

The Roots – Neues Video

The Roots veröffentlichen mit The Fire ein zweites Video zu ihrem neuen Album How i got over. Alles ganz schön Moll.

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07 2010

The Pharcyde – Labcabincalifornia

Labcabincalifornia ist das zweite Studioalbum der Westküstenrapper Fatlip, Bootie Brown, Imani und Slimkid 3, auch besser bekannt als The Pharcyde, und erschien 1995 über Delicious Vinyl – also wieder einmal eine “Oldschool – Platte”. Auch wenn ihr erstes Album “Bizarre Ride II the Pharcyde” in den Charts erfolgreicher war und sogar Goldstatus erreichte, so ist der Nachfolger für mich das bessere, ja sogar das beste Album von The Pharcyde.

Das liegt vor allem an der Geschlossenheit, kann man das Album nämlich von vorne bis hinten durchhören ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken einen Titel zu überspringen. Die Produktion ist Dank J Dilla und Diamond D ausgereifter, komplexer und herrlich entspannt. Das perfekte Album zum Thema “Sommer, Sonne, Sonnenschein”. Aber auch wiederum für die grauen Tage, um gute Laune zu tanken. Ein Klassiker vom Feinsten und der beste Beweis dafür, dass Westküstenrap nicht immer “…Attitüde knallhart…” ist.

Und wer nicht genau weiß wer The Pharcyde sind, der schaue sich doch mal dieses Video hier an.

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The Pharcyde – “Labcabincalifornia” hier bestellen!

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06 2010

Redman Live im Lido, Berlin (26.05.2010)

Nach La Coka Nostra und Inspectah Deck im vergangenen Monat besuchte am 26.05.2010 mit Redman ein weiterer „Altehrwürdiger“ des EastCoast-Raps die deutsche Hauptstadt. Während in der nur einige hundert Meter entfernten O2 World die alten Bombastburschen von Kiss gerade unter viel Getöse und Pyro-Spaß ihr zugegebenermaßen eher langweiliges musikalisches Werk präsentieren versucht im Lido gerade eine Heerschar an Supportacts die Menge aufzuwärmen. Dramaturgisch war dieses Programm äußerst geschickt arrangiert denn während die den Abend eröffnenden Berliner von Respektlos das Publikum anödeten, wussten die danach auftretenden Hamburger von Bozza (nennt man wohl „Straßenrap“) zumindest mit einigen Ideen zu gefallen. Das kurze Intermezzo des folgenden mir namentlich leider unbekannten Beatboxers brachte die Menge zum ersten Mal am Abend in Stimmung, bevor DJ O-Sun aus Köln die Menge tatsächlich zum Ausrasten brachte. Noch nie habe ich einen Warm-Up-DJ erlebt, der das Publikum derart zum Kochen brachte und mit „das ist jetzt für alle, die älter als 23 sind“ brachte DJ O-Sun die Marschrichtung des Abends genau auf den Punkt.

Redman live

Denn als Redman dann nebst Backup MC und DJ gegen 23:30 Uhr die Bühne betrat knüpfte er genau dort an. Das Lido hatte sich inzwischen gefüllt (Tyron Ricketts und 50% von K.I.Z. waren im Publikum gesichtet worden und zumindest letztere hatten augenscheinlich Spaß) und erwies sich als erfreulich feierfreudig und textsicher, was den Herren auf der Bühne sichtlich gefiel. Redman hangelte sich durch alte Klassiker (eingeleitet durch den Satz „…i put on my west like it’s 1992…“), begeisterte mit den Hits aus den Blackout-Alben (wobei die Method-Man-Parts wahlweise ignoriert oder vom Publikum übernommen worden), oder riss mit dem unvermeindlichen „Let’s Get Dirty“ buchstäblich den Laden ab. Zwischendurch immer wieder Respektsbekundungen an den goldenen 90er-Rap, den kürzlich verstorbenen Guru (inklusive großartiger Turntablism –Einlage), das deutsche Publikum und und und. Sehr unterhaltsam, sehr energetisch. Am Ende versprach Redman wiederzukommen … ich bin gern wieder dabei!

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05 2010

The Knux – Remind me in 3 days

The Knux bereiten mit Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und einer programmierbaren Rechnereinheit den wohl entspanntesten Cappuccino seit es Mokka mit Schlagobers gibt. Dabei spielt es keine Rolle ob man sich “Remind me in 3 days” nur am Vormittag gönnt, da es nach 12 Uhr von Engstirnigen nicht gerne gesehen wird. The Knux grooven handegemacht nach vorne. Sie lassen einen schwerwiegenst den Kopf nicken und treiben teilweise mit derbsten Breakbeats nach vorne. Das kommt unglaublich cool rüber ohne arrogant oder aufgesetzt zu wirken.

The Knux

The Knux lassen einen alten Head aufatmen und hoffen. Kein Timbaland-Beat ist zu hören, der seit mindestens 10 Jahren von fast allen Produzenten und Rappern genutzt wird, um vermeintlich Erfolg zu haben. Kein Autotune, kein Gangstergehabe, kein Bling, keine Bitches. HipHop aus den Südstaaten ohne die bekannten Platitüden. Dass man das noch erleben darf.

The Knux – “Remind Me in 3 Days” hier bestellen!

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05 2010

Nappy Roots – Ride

Und gleich noch eins hinterher, weil es so schön ist. Diesmal ein Vorab-Video der Nappy Roots zum im Juni erscheinenden Album Pursuit of Nappyness.

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05 2010

Capone-N-Noreaga (Feat. Raekwon) – The Reserves Video

Hier ein kleiner Vorgeschmack auf das anstehende Album “The War Report 2″ von Capone-N-Noreaga:

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05 2010

Eminem – Neue Singel “Not Afraid”

Eminem

Eminem

Nun ist es soweit und Eminem hat seine erste Single vom demnächst erscheinenden Album “Recovery” veröffentlicht. Das gute Stück heißt “Not Afraid” und kann hier angehört werden.

Die Hoerboten meinen: Nun ja, hoffen wir auf den Rest.

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04 2010

M.I.A. – Neue Single + Video

Im Juni veröffentlicht M.I.A. voraussichtlich ihr neues Album. Der Appetizer dazu heißt “Born Free” und kommt mit einem sehr, nun ja, hartem Video. Der veranwortliche Regisseur heißt Romain Gavras, jener der uns 2008 das Video “Stress” von Justice beschert hat.

M.I.A, Born Free from ROMAIN-GAVRAS on Vimeo.

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04 2010

R.A. The Rugged Man – Uncommon Valor Video

Das folgend präsentierte Video hat einen gewissen Seltenheitswert von einem der wirklich und tatsächlich unterschätztesten Rapper.

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04 2010

Deichkind live in Dresden – Eventwerk, 12.12.2009

Ein Gastbeitrag!

Ein dreibeiniger Hund macht gute Laune

Wer kennt sie nicht, die unerwarteten Anrufe guter Freunde. „Du, Deichkind ist in der Stadt. Wie sieht´s aus? Gehen wir hin.“ Verdammt. Und wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Das Gestammel beginnt. „Das letzte Mal, als ich Deichkind live gesehen habe, hätte ich höchstens Yippie, yippie, yeah geschrieen, wenn die Bühne in Flammen aufgegangen wäre. Ich bin kein Fan deutscher Musik. Erst recht keiner Musik, die sich bei Stefan Raabs Music Vision Song Contest an den Hals der Nation wirft. Nichts gegen die Nation. Nur gegen Stefan Raab.“ Ein nutzloser Versuch, das Unvermeidliche abzuwenden. Einen Tag später folgte ein weiterer Anruf. „Ich habe die Karten. Wir treffen uns morgen Abend gegen 19.30 Uhr.” Na super. Entsprechende Vorfreude machte sich breit, als es schließlich hinaus in den kalten Samstagabend ging. Die Freude wuchs, als sich vor dem Eventwerk eine circa 50 Meter lange und nicht minder breite Menschenschlange auf vier gestresste Ordner zu bewegte. Ich höre mich kurz rufen: „Karte zu verkaufen.“ Ein Spruch, der bei meinen Begleitern wenig Zuspruch findet: „Willst du schlechte Laune verbreiten?“ Bei einem Deichkindkonzert? Natürlich nicht. Ich will nur hier weg, schießt es mir durch den Kopf, während ich mir den Weg durch tausende leere, am Boden liegende Bier-, Wein- und Sektflaschen bahne.

Vor der Bühne angekommen, geht das Hadern weitern. Ich bin zu nüchtern. Oder vielleicht doch auf dem falschen Planeten? Wo man hin sieht: Neon. Beklebte Mülltüten. Sonnenbrillen, die wirklich nur im Dunklen getragen werden sollten. Und nicht zu vergessen – Das Grölen: Deichkind, wuhuhu. Party. Bitte? Ich geb euch gleich wuhuhu, ihr Quälgeister. Auf der weißen Leinwand, die noch den Blick auf die Bühne versperrt, läuft ein buntes Konglomerat internationaler Musikvideos. Allein KRS One und sein „Sound of the Police“ brennen sich in mein Hirn. Es ist das letzte, was ich sehe, bevor der von Deichkind angerichtete Kessel Buntes die Massen zu bewegen beginnt. Unbändiger Jubel setzt ein, als eines jener Deichkindfilmchen zu flimmern beginnt, das nur im Drogenwahn produziert werden konnte. Bizarre Figuren, in noch bizarreren Situation. Alles im Schulprojektstil zusammengefrickelt. Ich blicke sehnsüchtig gen Ausgang, doch schon setzen wild flackernde Stroboskope und die mit LEDs bestückten Outfits der Deichkindcrew die noch immer verhüllte Bühne in Szene. Der Vorhang fällt. Die Bässe dröhnen. „Arbeit nervt.“ Die Menschenmasse verschmilzt. Alle Arten von Körperteilen schwingen, wippen, tanzen. Ja, ein Kulturschock kann einen auch in der eigenen Heimat treffen, weiß ich nun. Auch wenn alles in mir schreit: „Lauf!“, bewegen sich meine Beine nicht in der erwarteten Weise. Wie mein Kopf, fangen sie an zu wippen. Ich liebe Bässe, und die gibt es in den kommenden zwei Stunden am Stück.

Auch wenn ich wohl einer der wenigen bin, die nicht einen Text mitgrölen können und auch die auf der Bühne gezeigte Performance mich eher an eine Walddorfschule und das oft zitierte Tanzen der eigenen Namen erinnert, es macht Spaß, den Verrückten da oben zuzuschauen. Nicht einer von ihnen kann tanzen. Na und. Allein die LEDs zucken geordnet im Takt. Was solls. Das Bühnenbild scheint, wie die Schminke der Deichkindjungs, aus Restposten eines Goafestivals zusammengestückelt. Es kratzt mich nicht die Bohne. Vielmehr stellt sich mir nun die Frage: Sind das wirklich jene Jungs, die im Januar diesen Jahr ein Bandmitglied auf tragische Weise verloren haben? Es ist beeindruckend mit welcher Energie, mit welcher ehrlichen Freude die Deichkinder diese vielschichtige Menschenmasse in Bewegung versetzen. Von 15 bis 45 scheint vor der Bühne alles dabei. Nicht einer steht still. Jeder blickt wie gebannt auf jene Verrückten, die da mit Inbrunst rocken. Mehr als zwei Stunden lang reißen Deichkind, mit ihrem jüngsten Mitglied Ferris MC aka Ferris Hilton, das Eventwerk ab. Nicht eine Minute fühle ich mich gelangweilt oder nicht im ausreichenden Maße unterhalten. Gut, die Musik ist nicht meins. Und wenn man ehrlich ist, erinnert einen das hier Gezeigte, von Zeit zu Zeit, an die uns allen bekannte Feierkultur einer bekannten Baleareninsel. Und trotzdem: Es gefällt!

Gute Laune ist selten geworden. Von daher macht es keinen Sinn auf einem Deichkind-Konzert alles eng und missmutig zu betrachten. Was mir in der Vergangenheit nicht aufgefallen ist (Aus welchen Gründen auch immer.), nun erschließt es sich mir. Was sind schon blendend in Szene gesetzte Superstars gegen einen Haufen wild durchdrehender Freaks? Es ist wie mit dem berühmten dreibeinigen Hund. Selbst wenn man will, man kann ihn nicht ignorieren. Und so schaute auch ich für mehr als zwei Stunden, inklusive zweier Zugaben, jenen dreibeinigen Hund, genannt Deichkind, an. Mit dem Holzhammer ließ ich gute Laune in mich prügeln. Ich hatte Spaß. Weit mehr, als ich nach jenem unerwarteten Anruf eines Freundes erwartet hätte. Und glaubt mir, wenn schon ich Spaß hatte, was müssen dann erst all die durchgedrehten Deichkindanhänger von jenem denkwürdigen Auftritt ihrer Idole gehalten haben? So hoffe ich, dass die Gerüchte, dies sei die letzte Tour der Deichkinder, erdacht und erlogen sind. Es wäre zu schade, wenn ein weiterer Teil der auch so schon viel zu knappen deutschen Spaßkultur für immer verschwinden würde.

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12 2009