Posts Tagged ‘Pop’

Pinback – Autumn of the Seraphs

Pinback - Autumn of the SeraphsHeute soll weniger ein Album besprochen werden. Vielmehr soll eine Band vorgestellt werden. Pinback sind eine dreiköpfige Band aus San Diego und machen herrlich schöne und angenehme Indie-Pop-Rock Musik. Wer Built to Spill, Nada Surf, Modest Mouse und/oder Death Cab for Cutie mag, der wird auch Pinback mögen. Wobei gleich vorneweg zu sagen ist, das sie nicht ganz so weichgespült wie Death Cab for Cutie sind.

Als Referenz für die Musik soll das letzte Album Autumn of the Seraphs empfohlen werden. Mit hervorragenden Melodien vom ersten bis letzten Song wird eine der Witterung entsprechende Stimmung transportiert. Schöne Musik mit einem melancholischen Touch, ohne Kitsch oder affektiert zu wirken. Und hier kann man ruhig das Wort “schön” verwenden. Denn wenn Musik als “schön” bezeichnet ist das immer eine schwierige Sache. Schöne Musik ist nämlich in den meisten Fällen langweilig und ohne Belang. Hier definitiv nicht! Das gilt für sämtliche Alben von Pinback.
Für den Herbst und Winter genau die richtige Musik.

Um sich eine Eindruck zu verschaffen hier mein favorisiertes Lied:

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25

11 2011

Radiohead – “Lotus Flower” Erstes Video zum neuen Album “The King of Limbs”

Wieder mal schön! Vorfreude aufs Album “The King Of Limbs”, welches als Download ab morgen zu beziehen sein sollte.


Radiohead – Lotus Flower

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18

02 2011

Justus Parker – Exil oder Disko

Das hat lange gedauert, ja ich weiß. Deswegen erst einmal ein dickes SORRY an Justus Parker und gleich weiter zum Wesentlichen.

Ich hab so meine Probleme mit handegemachter deutschsprachiger Musik. Da gibt es nur wenige die zu überzeugen wissen. In den meisten anderen, überwiegenden Fällen, ist doch extremes Kopfschütteln und Fremdschämen angesagt. Deshalb war auch die Skepsis groß als der Silberling im Briefkasten und noch größer als er dann im CD-Fach lag. Tja und was soll ich sagen: ich war ganz schön überrascht und das auch noch positiv. Ich hab nicht schlecht gehört bei dem was mir da entgegenschallte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hab das Album sogleich durchgehört ohne einmal “Skip” zu betätigen. Das wirkte aus einem Guß und hat sehr viel Spaß gemacht. Nochmal – Feinhören diesmal!

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Nach dem zweiten Hören war klar das Justus Parker auf jeden Fall Potential haben. Sie haben es sich verdient gehört zu werden. Das ist sehr gelungene handgemachte Musik. Die Texte sind durchdacht, engagiert und gerne auch mal poetisch-romantisch. Kein Popgeheule. Musikalisch gehts ordentlich nach vorne. Justus Parker wollen getanzt werden und das nicht zu knapp. Live ist das bestimmt ein Erlebnis.
Eins möchte ich noch loswerden: Die Band macht keine Hamburger Schule, weil es die nämlich niemals gab. Und ob das nu Post-Punk ist, mag sein. Für mich ist das IndiePopRock aus Wuppertal der überzeugt. So etwas fehlt in der deutschen Musiklandschaft. Danke

Zum Reinhören: Justus Parker – München Anna

Justus Parker – “Exil Oder Disko” hier bestellen!

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13

01 2011

MGMT – Congratulations

Das ist sie also. “Congratulations”, MGMT’s Abkehr vom “Album-mit-Single-Konzept” nach dem hochgelobten und erfolgreichen “Oracular Spectacular” von 2008. Der Plan der ehemaligen Hype-Band und Hipsterlieblinge ein Album komplett ohne Singleauskopplungen zu veröffentlichen wurde letztendlich doch nicht konsequent umgesetzt, findet sich doch mit “Flash Delirium” sehr wohl eine Single-Auskopplung auf dem Album. Selbst ein Video-Clip zum Song durfte kürzlich auf MTV Premiere feiern.

MGMT - Congratulations

Musikalisch schlägt “Congratulations” in die gleiche Kerbe wie die zweite Hälfte des Vorgängers. Wer also auf der Suche nach einem zweiten “Kids” oder “Time To Pretend” sucht wird hier wenig Erfolg haben.

Der Plan der Band, ein Album zu erschaffen, welchen (nur) als Ganzes funtioniert darf insofern als geglückt gelten, als dass man es hier mit einer Platte zu tun hat, die nach der ganzen Aufmerksamkeit des Hörers verlangt. Genau hier liegt jedoch die Krux. Zwar wird derjenige, der sich die Zeit nimmt, die Platte im Ganzen aufmerksam durchzuhören durchaus belohnt denn es gibt neben dem wirklich tollen Spannungsbogen viele wunderbare Details zu entdecken. Jedoch wird Musik kaum noch auf diese Art “konsumiert” sondern dient vielen bestenfalls als akustische Untermalung eines anderen Aufmerksamkeitsherdes. Deshalb werden wohl die wenigsten der “alten” MGMT-Hörer das Album wirklich gut finden. Wer Musik und das Konzept selbiger in Albumform zu schätzen wissen und sich auch mal Zeit nur für eine Platte nehmen, der wird belohnt.

Ein schönes Statement der Band für eine Abkehr von der Idee “Musik als billige Massenware” unters Volk zu schleudern und eine Rückbesinnung auf die künstlerischen Werte der U-Musik.

Lohnt, wenn man die Zeit aufbringt!

MGMT – “Congratulations” hier bestellen!

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30

06 2010

Animal Collective – Merriweather Post Pavillion & Caribou – Swim

Ein Gastbeitrag

Über Musik zu schreiben ist für mich wie über Philospohie zu schwimmen. Das Angebot der HOERBOTEN.DE, einen Gastbeitrag über drei Bahnen im 25 Meter-Becken zu verfassen, will ich trotzdem dankend annehmen. Wir tauchen in die aktuellen Platten von Animal Collective und Caribou ein. Stücke beider Alben im Wechsel zu hören mag daneben gehen; ein gemeinsamer Textbeitrag hingegen passt wunderbar – denn der kleinste gemeinsame Nenner dieses ungleichen Paares beschränkt sich darauf: Es sind psychoaktive Meisterwerke.
Das Atmen nicht vergessen. Die AC Scheibe wird zum Klassiker und von den Meisten in 15 Jahren vielleicht besser verstanden als gegenwärtig. “Merriweather Post Pavillion” ist eine Gehirnschnecke. Das zeichnet sich erst nach mehrmaligem Hören ab und dann ist es auch schon zu spät. Jedoch hätte man es wissen müssen – die Gestaltung des Albumcovers warnt vor. Damit sind wir an der ersten Wende, wechseln von Freistil auf Brust. Das Wasser wird flacher und fühlt sich auf einmal um 5 Kelvin wärmer an – “Swim” von Caribou will man draussen an den Elbwiesen hören, Caipirinha trinkend im knietiefen beleuchteten Pool in einer lauen Nacht. Falls das nicht geht, tun es auch Kopfhörer, die Heim-Stereo oder das VW Soundsystem. Vielleicht ist das die Platte, die man von den Chemical Brothers erwartet hätte? Schon schlägt man zur letzten Wende an und wird die verbleibenden 25 Meter von einem Torrent abwärts mitgerissen, daher kann man sich entspannt in die tote-Mann-Position begeben und einfach mit der Strömung treiben lassen. Aus den Felsspalten ranken links und rechts Songs, Geschichten und Szenerien in die Höhe, wiegen sich im Wind und du bist ganz nah dran zu verstehen, was Animal Collective in “Guys Eyes” mit “I really want to do just what my body wants to, I really want to do just what my body needs to” meinen.

Caribou - Swim & Animal Collective - Merriweather Post Pavillion

Caribou - Swim & Animal Collective - Merriweather Post Pavillion

Caribou “Swim” erschien offizell im April 2010 bei city slang, Animal Collective “Merriweather Post Pavillion” wurde im Januar 2009 von domino veröffentlicht.

Caribou – “Swim” hier bestellen!

Animal Collective – “Merriweather Post Pavilion” hier bestellen!

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21

04 2010

Gorillaz – Plastic Beach – Die zweite Meinung

Nun höre ich das neue Album der Gorillaz bereits zum dritten Mal und so richtig haut mich das nicht vom Hocker.
Ich finde die komplette Produktion, im Vergleich zu den Vorgängeralben, uninspiriert, teilweise kitischig und vor allem wenig kreativ. Frei nach dem Motto: Wir sind die Gorillaz und egal was wir veröffentlichen, ihr findet es sowieso gut.
In einem Punkt widerspreche ich meinem werten Kollegen ganz entschieden: innovativ ist das Album nicht. Vor allem dann nicht, wenn ich bei “Empire Ants” die ganze Zeit an Jean Michel Jarre denken muss. Das Snoop Feature hätten sie sich sparen können. Auch sonst bin ich von den ganzen Gastauftritten nicht überzeugt. In diesem Fall wäre weniger eindeutig mehr gewesen.
Abschließend halte ich fest: an das tatsächlich famose Demon Days können sie nicht anknüpfen. Der große Wurf ist ihnen nicht gelungen. Alles in Allem ein solides Album, mehr nicht.

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03 2010

Gorillaz – Plastic Beach

Hin und wieder kommt es vor, dass ein Album zum absolut richtigen Zeitpunkt erscheint. Plastic Beach, das dritte Gorillaz – Album erschien dieser Tage, als die Anzeichen auf ein baldiges Ende eines viel zu langen Winters stärker wurden und bietet somit den perfekten Soundtrack zum Frühling. Die von Blur-Frontmann Damon Albarn und Comic Ikone Jamie Hewlett ins Leben gerufene virtuelle Band bestehend aus Sänger 2D, Bassist Murdoc Niccals, Gitarristin Noodle und Drummer Russel Hobbs hat mit Album Nummer 3 im 12. Jahr des Bandbestehens wieder mal einen ganz großen Wurf gelandet. Auch Plastic Beach ist wie seine Vorgänger ein innovatives, zeitloses(!) und verdammt cooles Stück Gute-Laune- Musik.

Gorillaz - Plastic Beach

Nach dem orchestralen Intro gibt das von Snoop Dogg bereicherte „Welcome to the World of the Plastic Beach“ gleich einen famosen Einstieg auch und gerade weil sich Snoop angenehm zurücknimmt. Im weiteren Verlauf der Platte geben sich dann Mos Def, De La Soul, Mark E. Smith, Lou Reed und weitere illustre Gäste die Ehre. Musikalisch ist das ganze entspannt und detailverliebt produziert wie eh und je. Meine Sorge, dass Über-Produzent Danger Mouse nach dem großen Demon Days (hat einen Platz in meiner Alltime-Fav-Lise) dieses mal nicht mit an Bord ist war komplett unbegründet. Auch ohne ihn groovt, dubt und kickt das ganze extrem ordentlich zwischen live eingespielter Orchestierung, traditionellen “World Music”-Anleihen und verspielter Hip Hop Produktion. Das das Artwork wie immer zauberhaft ist muss ich nicht genauso wenig erwähnen, wie die Tatsache, dass das Video zur ersten Single “Stylo” nebst Bruce Willis Auftritt sehr cool ist! Bleibt zu hoffen, dass es nicht das letzte Album der Gorillaz bleibt, nachdem ja eigentlich bereits nach Demon Days schluss sein sollte. Kaufbefehl. Hallo Frühling. What took you so long?

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07

03 2010

Massive Attack – Heligoland

Massive Attack sind nach 7 Jahren wieder da und die Skepsis ist groß. Nachdem ja das letzte Album “100th Windows” für mich in der Diskographie nicht existiert und der Standard auf jeden Fall “Mezzanine” ist, ist die Erwartungshaltung sehr hoch. Und was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht, sehr sogar. Damit hab ich nicht gerechnet, dass es Massive Attack noch einmal schaffen so ein famoses Album zu veröffentlichen.

Massive Attack - Heligoland

Das lässt sich vielleicht damit begründen, dass das vorliegende Werk nicht an den typischen Massive Attack TripHop Sound erinnert. Und doch ist das Album so wunderschön entspannt, chillig und “trippig” – wer es braucht.
Die Lieder sind alles kleine Meisterwerke, die sehr komplex und vielschichtig sind. Schon das Eröffnungslied mit Tunde Adebimpe, seines Zeichens Sänger von TV on the Radio, ist so überzeugend. Da stimmt einfach alles. Die dramatisch melancholische Stimme harmoniert wunderbar mit den herrlich organisch rollenden Drums, die zwar extrem an “Inertia Creeps” erinnern, was aber nicht weiter schwer wiegt. Und eben diese Harmonie ist maßgebend für jedes Lied auf dem Album. Die Produktionen mit den einzelnen Gesangseinlagen ergeben immer eine einhunderfünfzigprozentige Symbiose. Die absoluten Sahnestücke sind für mich, das bereits erwähnte Eröffnungslied “Pray for Rain” feat. Tunde Adebimpe, “Babel” und “Psyche” feat. Martina Topley-Bird und “Flat of the Blade” feat. Guy Garvey – Sänger von Elbow – ist das Sahnestück mit zusätzlich Schlagsahne und Kirsche oben drauf. Großartig!
Die Bezeichnung TripHop trifft auf das vorliegende Werk nicht mehr zu. Massive Attack sind einen riesigen Schritt weiter gegangen, auch wenn er so lange gedauert haut. Wenn der nächste wieder so groß und lang wird, dann warte ich auch gerne wieder 7 Jahre!

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15

02 2010

Rain Machine – Kyp Malone auf vertrackten Solopfaden

Das ist sie nun also, die erste Platte von Rain Machine, dem Soloprojekt von Kyp Malone, seines Zeichens Sänger und Gitarrist der New Yorker Soul-Prog-Art-Rock-Spezis TV On The Radio. Sperrig ist Sie geworden, schwer und sehr viel weniger zugänglich als die Platten von Malone‘s Hauptband. Intro und Einstiegstrack lassen noch einige Parallelen (abseits der Stimme) zu TV On The Radio erkennen, doch gerade ab dem zweiten Drittel verliert sich Kyp Malone oft in seinen Songs. Er wimmert, leidet, schreit, flüstert, singt zu spärlicher aber sehr stimmungsvoller Instrumentierung. Auf den Einsatz einer klassischen Rhythmussektion wird in der Regel komplett verzichtet, Rhythmus bedeutet hier Schellenkranz und Händeklatschen. Auch die restliche Instrumentierung beschränkt sich meist auf eine Akustik-Gitarre. Vieles gleicht eher einer Jam-Session als einem klassischen Song auch weil die Instrumentalpassagen zuweilen kein Ende zu finden scheinen. So geht Malone hier Wegen, die seine Hauptband nicht geht.

Rain Machine

Keine leichte Kost, aber eine unkonventionelle, intelligente Platte voller Spannung, Reibung und vieler wunderschöner Momente. Anders als TV On The Radio aber keinesfalls weniger großartig!

Rain Machine – “Rain Machine” hier bestellen!

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31

01 2010

Gorillaz 2010 – erste Single online

Das neue Jahrzehnt könnte tatsächlich ein gutes werden, zumindest musikalisch. Was wird da nicht alles angekündigt…meine Herren. Es bleibt dann bloß noch abzuwarten, wann wirklich und ob überhaupt – Stichwort Dr. Dre – die Alben erscheinen.
Nachdem das letzte Album der Gorillaz aus total unerklärlichen Gründen in den Medien untergegangen bzw. kein besonderes Feedback bekommen hat, soll am 05. März das dritte Album namens “Plastic Beach” erscheinen. Um die Wartezeit auf das Album zu verkürzen, darf man sich auf www.gorillaz.com die Vorabsingle “Stylo” feat. Bobby Womack & Mos Def anhören. Diese darf man sich dann ab 26. Januar auch kaufen.

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01 2010