Posts Tagged ‘HipHop’

R.A. The Rugged Man – Uncommon Valor Video

Das folgend präsentierte Video hat einen gewissen Seltenheitswert von einem der wirklich und tatsächlich unterschätztesten Rapper.

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04 2010

La Coka Nostra / Inspectah Deck Live im Astra Kulturhaus Berlin (21.04.2010)

Das Astra Kulturhaus in Berlin Friedrichshain lud am 21.04.2010 zu einem besonderen Abend. La Coca Nostra und Inspectah Deck baten zum Doppel-Headliner Showcase und zum einzigen Deutschlandtermin der Tour. Das DJ-Set vor der Show stimmte das überraschend spärlich anwesende Publikum mit vielen 90er-Jahre-Rap-Klassikern ein, wobei die Gang Starr Dichte aus aktuellem Anlass sehr hoch gewesen ist.
Den Abend eröffnen durfte dann Annakin Slayd ein mir bis dahin unbekannter kanadischer MC, der eine solide Show ablieferte, die allerdings wenige bis keine wirkliche Aha-Momente bot. Die folgten dann nach kurzer Umbaupause erstmals mit dem Auftritt von Wu Tang Clan Mitglied Inspectah Deck. Hier deutet sich recht schnell an, dass der Abend eine Reise in die frühen 90er Jahre des Ami-Raps werden sollte. Flankiert von einem sehr unterhaltsamen Backuprapper und Wu-Tang DJ Mathematics ging Da Bill Collectah recht schnell dazu über seine Lines aus den großen Wu-Tang-Klassikern zu präsentieren. Von „Triumph“ über „Wu-Tang Clan Ain’t Nuthing Ta F***’ Wit“ bis hin zu „C.R.E.A.M.“ fanden sich im Set viele Stücke, die dem geneigten Rap-Fan ein seliges Grinsen aufs Gesicht zaubern sollten. Deck freestylte, wanderte rappend durchs Publikum, gab 3 MCs aus dem Publikum die Chance sich auf der Bühne zu präsentieren (wovon zumindest der letzte der 3 sehr zu gefallen wusste) und hatte (trotz des Publikums (doch dazu später mehr)) sichtlich Spass dabei.
Eine erneute kurze Umbaupause folgte, in der Inspectah Deck nebst Backup MC immer wieder auf der Bühne auftauchte um herumzualbern.

La Coka Nostra - Inspectah Deck live

Dann betrat DJ Eclipse die Bühne, legte los und nacheinander betraten Slaine, DannyBoy, Ill Bill und Everlast die Bühne um direkt klarzumachen, dass hier und heute ein Abriss erfolgen sollte. Die Playlist enthielt lediglich 4 Tracks aus dem großartigen 2009er La Coka Nostra – Album „A Brand You Can Trust“. Daneben gab es Non-Phixion-Classics („The C.I.A. Is Trying To Kill Me“), Special-Teamz- und Slaine-Songs und selbstverständlich etliche House Of Pain Hymnen. So wurde unter Anderem die legendäre House Of Pain/Helmet – Kollabo „Just Another Victim” vom Judgement Night Soundtrack zum Besten gegeben und das bereits erwähnte selige Grinsen auf meinem Gesicht verstärkte sich. Als dann als Zugabe die Überhymne „Jump Around“ den Abend beendete war ich dankbar das alles Live erleben zu dürfen.
Leider sahen das anscheinend nicht alle so, womit wir schon beim einzigen Kritikpunkt des Abends wären: Dem Publikum. Während Inspectah Deck die Lethargie in der Menge vor der Bühne nichts auszumachen schien, waren die Herren von La Coka Noste recht schnell sichtlich genervt von der fehlen Resonanz aus dem Publikum, wenn gejubelt und gefeiert wurde, dann relativ leise und nur recht kurz aber so ist das wahrscheinlich, wenn die Generation Bittorrent und Co. zu einem Konzert geht in dem hauptsächlich Songs zu hören sind, die erschienen, als der Großteil des Publikums gerade die ersten Schritte machte oder sich auf die Einschulung vorbereitete. Gerade Everlast und Ill Bill waren stellenweise echt sauer und drohten sogar die Bühne zu verlassen. Zum Glück taten sie’s nicht und bescherten mir und einigen anderen so eine Reise in eine Zeit, in der an Dirty South, Autotune und all die anderen Geschmacklosigkeiten des heutigen Raps noch nicht zu denken war.

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04 2010

Anti-Pop Consortium live in Dresden vs. Paint Club 22.04.2010

Am Abend des 22.04.2010 fand in Dresden wieder ein bischen Subkultur statt. Die Veranstalter von Blockrockinbeats haben zu einem netten “Soundbeerdigungsabend” mit dem Anti-Pop Consortium geladen. Zusätzlich starteten Cromatics den ersten Paint Club – die “Weiterentwicklung” der Secret Wars. Beides zusammen fand im Sektor Evolution statt.
Rückblickend fällt der Abend in die Kategorie “schlechte Nachricht/gute Nachricht” und getreu dem Motto beginne ich mit der schlechten Nachricht. Der Paint Club, als ein “…einzigartiges Turnier talentierter Illustratoren, Grafiker, Comiczeichner und Strassenkünstler, bei dem kreative Höchstleistungen, Wettbewerb und ein aufgeschlossenes Publikum miteinander verschmelzen.”, war eine absolute Nullnummer. Das Abstimmungssystem via Geräuschäußerungen, gemessen mittels fehlerhaften Messutensil, scheitert einfach daran, dass hier gewinnt wer die meisten Leute von sich mitbringt. Das führte dann auch dazu, dass Carpaso und Andy K. der Bandits Dresden, bereits in der ersten Runde völlig unerwartet ausschieden. Waren es doch alleine die beiden, die es verdient hätten weiterzukommen. Und so schrien sich dann 4 betrunkene 16 jährige Milchbubies mit ihren Hausaufgabenheftkritzeleien ins Finale. Um es auf einen Punkt zu bringen: die Veranstaltung Paint Club war unterirdisch!

Und nun zu der guten Nachricht: Anti-Pop Consortium haben nicht entäuscht. Bevor APC auftraten waren noch ein zwei andere Musiker zu hören. “That Fucking Sara” hat während der Acts wunderbartsen HipHop aufgelegt. Wie nicht anders zu erwarten wurde dem kürzlich verstorbenem Gruru ausgiebigst gehuldigt. Wieder einmal eine vortreffliche DJ Wahl.
Vor APC trat K-the-I??? auf. Die Menschwerdung Tummies von der Gummibärenbande wuchtete so dicke Beats durch die Kabelei der Anlage, dass einige kollabierten. Denn nach seinem Eröffnungstitel, ein total abgedrehtes Instrumental, mussten Lautsprecherkabel ausgewechselt werden, bevor er weiter machen konnte. Da man diesmal wußte was einen erwartet, war man auch nicht komplett vom Dargebotenen überrollt. Hat Spass gemacht.
Dann landeten APC aus der Zukunft des Rap mit ihrem “Full Contact Sound Clash”-Raumschiff aus einer anderen Dimension einer anderen Galaxie eines anderen Universums. Die Bühne eingetaucht in Nebel und blauem Licht kamen Sayyd, High Priest, Beans und Earl Blaize nacheinander auf die Bühne. Dabei nutzte Sayyd jede Sekunde, um darauf hinzuweisen, dass wir jetzt in Dresden sind. Im einleitenden Instrumental wurde mit gepitchten Tarzanschreien und derbe schweren und vetrackten Elektro-HipHop-Breakbeats klargemacht, das man sich auf einer, nein DER Beerdingung von Geräusch und Klang befand. Die hauptsächlich vom aktuellen Album vorgestellten Titel wurden ordentlich variiert und auch die beiden Klassiker “Dead in Motion” und “Ping Pong (the Return)” waren ebenfalls Remixe, haben aber dennoch am meisten Freude bereitet.
Als dann die vier Nichterdbewohner aus New York wieder in ihr Raumschiff gestiegen und gen Heimat gestartet waren, konnte man beruhigt feststellen, dass Geräusch und Klang noch am Leben waren. An die fulminante Show als Opener für Radiohead am 11.09.2001 in Berlin konnten sie nicht anknüpfen. Trotzdem war sehr cool die vier Avantgarde-Typen des HipHop einmal wieder live zu sehen.

Musik von Anti-Pop Consortium hier bestellen!

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04 2010

Rap Legende Guru ist tot!

Denke ich an Guru, dann ertönt in meinem inneren Ohr diese herrliche Trompete, gefolgt von der wohl entspanntesten Stimme des Rap: “Peace yo and welcome to Jazzmatazz…”.
Gifted Unlimited Rhymes Universal stand für die wohl entspannteste Art und Weise des Rappens. Textlich und thematisch legte er sehr viel Wert auf Inhalt. Er wollte den Hörern etwas mit auf den Weg geben. Und so sind seine Texte politischer Natur. Aber selbstverständlich musste auch auf Skills hingewiesen werden, denn ohne sie geht nun einmal nichts.
Auch wenn Guru nicht der kreativste Reimer mit dem absoluten Hammer-Flow war, so hat er doch zusammen mit DJ Premier als Gang Starr und dann mit der Jazzmatazz Reihe den HipHop und mein Ohr für diese Musik wie kein anderer geprägt!

Guru - 17.07.1966 - 19.04.2010

Guru - 17.07.1966 - 19.04.2010


Vielen Dank!

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04 2010

Dan Le Sac vs. Scroobius Pip – The Logic of Chance

Dan Stephens aka Dan Le Sac seines Zeichens DJ und der Performance Poet David Meads aka Scroobius Pip, beide aus Stanford-le-Hope in Essex legen ca. anderthalb Jahre nach dem Debut Angles ihr zweites Album The Logic of Chance vor. Im Vergleich zum großartigen Erstling kommt das Zweitwerk wesentlich elektronischer daher und ist somit weniger Hip Hop aber genau soviel Rap. Die Texte sind so intelligent, gewitzt und kritisch wie auf Angles jedoch scheint die Stimme stellenweise weniger in den Vordergrund gemixt was den Focus weniger auf die Inhalte und mehr auf die Produktion lenkt.

Dan Le Sac vs Scroobius Pip - The Logic of Chance

Eines Jedoch hat sich auch auf The Logic of Change nicht geändert. Dan le Sac und Scroobius Pip machen viel Spass. Bereits der Opener „Sick Tonight“ sorgt (trotz des eher negativen Textes) mit seinem treibenden Drum & Bass Beat für gute Laune und Bewegungsdrang. Das folgende „Five Minutes“ ist ein entspanntes Stück Zuhörmusik und das anschließende „Cauliflower“ mit der Sängerin KiD A (auch als Anni T. bekannt) ist DAS Highlight des Albums. So tanzt, hört und „zuhört“ man sich durch insgesamt 11 Anspielstationen ohne Ausfälle. Das konnte schon das Debut und wie auch da schon sage ich wieder: Das ist eine Platte, wie ich sie von Mike Skinner nach „Original Pirate Material“ erwartet habe. Aber den haben Dan Le Sac und Scroobius Pip ohnehin längst hinter sich gelassen.

PS: Thou Shalt always Kill vom Debut-Album ist nach wie vor großartig, einzigartig und sehr wahr!

Dan Le Sac vs. Scroobius Pip – “The Logic of Chance” hier bestellen!

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03 2010

Kool Savas – John Bello III – Don’t believe the Hype entirely!

Zugegeben: Kool Savas‘ John Bello 2 hat mir sowohl in der normalen als auch in der Brainwash Edition echt Spass gemacht. Witzige Texte, jede Menge Energie, feine Produktionen, dass er rappen kann bezweifelt ja ohnehin niemand. Nun also der dritte und nach eigenem Bekunden letzte Teil. Wenn man der einschlägigen Fachpresse (On- wie Offline) Glauben schenken wollte ist das hier also das ganz große Ding im deutschen Rap. Nach mehrmaligem Durchhören kann ich mit Überzeugung sagen: Stimmt definitiv nicht! Klar das hier ist oft sehr solide und wie immer absolut großartig gerappt aber das Ganze krankt an genau 2 Faktoren ganz gewaltig. Zum einen ist es die Produktion, die bisweilen reichlich langweilig ist und zum anderen sind es die Hooks von Moe Mitchell. Ob dieser nun singen kann oder nicht mag ich zum einen nicht beurteilen, zum anderen ist es mir schlichtweg egal (ich stehe gesungenen Hooks im Rap ohnehin recht Kritisch gegenüber), Textlich bewegt er sich allerdings grundsätzlich auf LaFee-Niveau (man höre nur den Chorus von „MySpace“). Damit schwanken viele der Tracks zwischen wirklich guten Strophen und Rap-Parts und eben jenen unerträglichen Fremdschäm-Hooklines.

Kool Savas - John Bello 3

Nichtsdestotrotz gibt es Songs die verdammt gut sind. So findet das fantastische „Rapshit“ von der Brainwash Edition der zweiten Bello Story sein Pendant in „Mach doch deinen Scheiss“ auf Bello 3, die Rap-Zitate werden hier jedoch durch Klaus Kinski-Zitate ersetzt. „Boojaka Shot“ mit einem echt guten Caput-Feature ist auch ein echtes Highlight. Überhaupt wimmelt es hier wieder nur so von Gastauftritten von den üblichen Verdächtigen (Amar, Ercandize, Moe Mitchell) über Olli Banjo bis Curse (der famoserweise auf „Immer Das Schlechte (Stop Stop)“ genauso Rappt, wie vor 12 Jahren auf „1000 MCs“ vom Stieber Twins Klassiker „Fenster zum Hof), Frankie Kubrik (ganz groß) und vielen Anderen. Frankie Kubrik darf dann auch im wirklich bewegenden „Die John Bello Story“ das bisherige Leben des Savas Yurderi Revue passieren lassen – ein Highlight!

Was John Bello 3 aber wirklich hörenswert macht ist die Bonus CD der limitierten Essah Edition. Diese ist nämlich im Gegensatz zur Hauptscheibe genau das, was man nach Bello 2 erwartet hatte. Rap auf Deutsch, der großartig unterhält, weil man ihm anmerkt, dass hier jemand einfach ins Studio gegangen ist um eine gute Zeit zu haben. „30 Sekunden“ (ft. Olli Banjo und Mo Trip) und „Wand“ gehen so kompromisslos nach vorne, wie es schon „Charisma“ auf Bello 2 tat.

Insgesamt also nicht die Offenbarung die man nach dem Hype erwarten würde aber trotzdem eine unterhaltsame Kool Savas Scheibe. Warte auf eine „Ohne Moe-Edition“!

Kool Savas – “John Bello Story 3″ hier bestellen!

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03 2010

Massive Attack – Heligoland

Massive Attack sind nach 7 Jahren wieder da und die Skepsis ist groß. Nachdem ja das letzte Album “100th Windows” für mich in der Diskographie nicht existiert und der Standard auf jeden Fall “Mezzanine” ist, ist die Erwartungshaltung sehr hoch. Und was soll ich sagen? Ich bin positiv überrascht, sehr sogar. Damit hab ich nicht gerechnet, dass es Massive Attack noch einmal schaffen so ein famoses Album zu veröffentlichen.

Massive Attack - Heligoland

Das lässt sich vielleicht damit begründen, dass das vorliegende Werk nicht an den typischen Massive Attack TripHop Sound erinnert. Und doch ist das Album so wunderschön entspannt, chillig und “trippig” – wer es braucht.
Die Lieder sind alles kleine Meisterwerke, die sehr komplex und vielschichtig sind. Schon das Eröffnungslied mit Tunde Adebimpe, seines Zeichens Sänger von TV on the Radio, ist so überzeugend. Da stimmt einfach alles. Die dramatisch melancholische Stimme harmoniert wunderbar mit den herrlich organisch rollenden Drums, die zwar extrem an “Inertia Creeps” erinnern, was aber nicht weiter schwer wiegt. Und eben diese Harmonie ist maßgebend für jedes Lied auf dem Album. Die Produktionen mit den einzelnen Gesangseinlagen ergeben immer eine einhunderfünfzigprozentige Symbiose. Die absoluten Sahnestücke sind für mich, das bereits erwähnte Eröffnungslied “Pray for Rain” feat. Tunde Adebimpe, “Babel” und “Psyche” feat. Martina Topley-Bird und “Flat of the Blade” feat. Guy Garvey – Sänger von Elbow – ist das Sahnestück mit zusätzlich Schlagsahne und Kirsche oben drauf. Großartig!
Die Bezeichnung TripHop trifft auf das vorliegende Werk nicht mehr zu. Massive Attack sind einen riesigen Schritt weiter gegangen, auch wenn er so lange gedauert haut. Wenn der nächste wieder so groß und lang wird, dann warte ich auch gerne wieder 7 Jahre!

Massive Attack – “Heligoland” hier bestellen!

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02 2010

Marteria 2010 … da kommt was Wunderschönes für’s Ohr!

http://www.vimeo.com/8313828

Sensationeller Marteria Clip, der eines zeigt. Guter Typ, Gute Musik, Gute Texte, Vorfreude aufs neue Album!

Wenns doch nur schon eher käme!

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01 2010

The Herbaliser – Same as it never was

Wie tanzbar HipHop Musik sein kann ohne einen nervenden MC der darauf hinweisen muss, dass dieser Tune in den Club gehört und dazu am besten gleich noch der Maserati und die Fly-Girls sowieso, beweisen The Herbaliser mit ihrem 2008 unter !2K veröffentlichten Album “Same as it never was”.

Herbaliser

The Herbaliser haben stets HipHop, Jazz, Funk und Soul vermischt und verwurschtelt und daraus wunderbar abgehangene und super entspannte Alben gemacht. Dabei viel die Gewichtung der einzelnen Stile immer unterschiedlich aus. Immer von allem etwas, aber mal mehr HipHop/Rap oder mehr Jazz oder Soul.
Bei “Same as it never was” fühlt man sich automatisch an Tom Jones und Las Vegas erinnert. Es geht hier mit in die Richtung Disco/Funk. Sämtliche Titel sind herrlich leicht und beschwingt komponiert. Richtige Raps gibt es nur in 2 Liedern, was aber auch gar nicht schlimm ist. Der Rest ist entweder instrumental oder wird von der stimmgewaltigen Jessica Darling famos unterstüzt. Alles treibt nach vorne und will betanzt werden.
So herrlich kann HipHop sein.

The Herbaliser – “Same As It Never Was” hier bestellen!

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01 2010

Souls of Mischief und Montezuma rächen Rap!

Willkommen in 2010. Und doch werfen wir nochmal einen Blick zurück ins vergangene Jahr. Grund hierfür ist ein Album, welches erst in den letzten Wochen des vergangenen Jahres den Weg nach Deutschland gefunden hat und deshalb nicht in unseren Platten des Jahres auftaucht obwohl es dort hingehört wie kaum eine andere Platte 2009.

Die Rede ist vom Album „Montezuma’s Revenge“ der West-Coast Recken Souls of Mischief. Die Truppe aus dem Hieroglyphics-Umfeld zeigt hier auf Albumlänge äußerst eindrucksvoll, wieso Rap in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts soviel besser, relevanter, smarter und cooler war als vieles, was heute die Ohren zumüllt. Schöne warme, organische Beats, Sprachsamples, Scratches, Flow und unpeinliche Texte zeigen warum vieles andere im Rap heutzutage so belanglos geworden ist. Kaum einer kann mehr wirklich Rappen (man denke nur an die Südstaaten-Bling Armeen), von durchdachten Texten ganz zu schweigen. Nicht so hier. A-Plus, Opio, Phesto, und Tajai zeigen auf ihrem insgesamt 5. Langspieler dass sie die technische und textliche Qualität ihres Debüt-Klassikers “93 til Infinity” auch über 15 Jahre nach dessen Erscheinen noch immer halten, ja sogar toppen können. 13 Anspielstationen (abzüglich des Intros, des Outros und der sehr unterhaltsamen Skits) machen sich ohne wirkliche Ausfälle daran Rap zu Retten.

Souls of Mischief

Produziert wurde das ganze von Domino, dem Hieroglyphics Haus- und Hof-Produzenten und vom De La Soul Produzenten und Ex-Gravedigga Prince Paul. Herrlich abgehangene, zurückgelehnte, teils jazzige Beats die sich angenehm vom heutigen Synthetikgeschwurbel abheben. Es wird wieder gescratcht, gejuggelt und gesamplet dass es eine wahre Freude ist! Verpackt in ein toll gestaltetes Cover ohne Bentleys, Bitches und Bling macht schon das Betrachten der Platte großen Spass! Die Juice schrieb die Platte sei ein Schlag ins Gesicht aller ewig Gestrigen. Ich behaupte, sie bestätigt auf eindrucksvolle Weise alles, was am Gestrigen gut war!

Wohlfühlplatte, Pflichtkauf!

Souls of Mischief – “Montezuma’S Revenge” hier bestellen!

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06

01 2010