The Electric – Life is Moving
Sommer in der Hauptstadt – das verlangt nach adäquater Beschallung, ich empfehle dazu das aktuelle Projekt von Tausendsassa DJ Vadim. Das hört auf den Namen The Electric und hat entgegen des Namens so gar nix mit Berlins langweiliger Lieblingsohrquälerei um Oberohrfolterer P. Kalkbrenner zu tun.
The Electric schenken uns auf ihrem ersten Album „Life is Moving“ herrlich urbane Musik zwischen Rap und RnB mit leichten afrikanischen Einflüssen und jeder Menge toller Sounds und Ideen. Das Ganze erinnert wunderbar an Vadims One Self Projekt, nur taucht Gattin Yarah Bravo lediglich als Feature auf und die britische Soulsängerin Sabira Jade und der US-Rapper Pugs Atomz schmücken die wirklich tollen und warmen Produktionen des in London lebenden Soundfricklers mit ihren Stimmen. Es wird nicht gedisst, nicht gehustlet, nicht geautotuned.
Alle Songs eint eine durchweg positive Atmosphäre. „So now you know“ und „Beautiful“ lassen jede schlechte Laune sofort verschwinden. Angenehm unaufgeregt schleichen sich die feinen, organisch anmutenden Klänge ins Gehör, man lauscht den lässig abgehangenen Raps und dem sanften Gesang. Das passt zum kalten Pils am See, zum sonnenbebrillten Trödeln durch die sonnendurchflutete Stadt, zum Abend auf der Terasse.
The Electric sind der Sommer 2011 für’s Ohr.

