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Nada Surf live in Dresden – 29.07.2010

Am Donnerstag habe ich zum ersten Mal Nada Surf live gesehen. Ich nehme es gleich vorne weg: ich bin ein wenig entäuscht. Es war kein schlechtes Konzert, nein, es war gut. Leider nur gut, mehr aber auch nicht. Selbst das Gut tendiert zu einem guten Befriedigend. Es waren wenige kleine Dinge die nicht gepasst haben, um aus dem Abend ein hammermäßiges Erlebnis werden zu lassen.

Das fing schon beim Publikum an. Man sah sich von Kleinfamilien umgeben, Introlesenden Indie-und Alternativeintellektuellen, teilweise Nerds und noch andere Personen, die man so nicht unbedingt auf einem Konzert vermutet. Mir haben sie den Eindruck vermittelt, dass man sich zu einem riesigen Sonntagsbrunch verabredet hat und man sich dabei über schöne Musik unterhält. Ich hab ein Bild von How i met your mother einfach nicht aus dem Kopf bekommen. Keine Ahnung wie das zustande kam.

Die Band wirkte dem Publikum gegenüber kühl und distanziert. Der Eindruck eines Arbeitskonzerts stellte sich ein. Die veruchte wenige Kommunikation seitens Matthew Caws kam sehr aufgesetzt rüber. Dann war da noch der vierte Mann. Martin Wenk, seineszeichens bei Calexico für Trompete, Vibraphon, Gitarre, Akkordeon und Flügelhorn verantwortlich. Als er zum ersten Mal die Trompete einsetzte hörte man fast kein anderes Instrument mehr. Das geschah bei drei Liedern. Drei zuviel. Der Mann am Mischpult hat zudem eher schlechte als rechte Arbeit geleistet. Zu aufdringliche Becken und die Gitarre war auch zu laut, der Gesang war zu leise und den Bass hat man auch nur gehört, weil man einen Mann den Bass hat spielen sehen.

Von ihrem aktuellen Coveralbum haben sie insgesamt drei Titel gespielt. Seltsam wenig für eine Promotour. Das hat aber auch wenig gestört. Der Rest war ein schöner Mix aus altem Material. Wobei sie sich Popular hätten sparen können. Die Lieder haben alle Spaß gemacht, aber der Funke, der einen hätte wirklich mal abgehen lassen, ist nie gezündet worden. Der krönende Abschluss war dann ein Mix aus dem letztem Titel des Zugabearbeitssets Blankest Year, eines “Fuck it” grölendem Auditorium, nachdem sie von Matthew dazu aufgefordert wurden, und von modebewussten Verrückten, die ganz mutig auf die Bühne gekrochen sind und dort wild getanzt haben. Das wirkte gestellt, passte aber zum ganzen Abend.

Nun hab ich endlich Nada Surf live gesehen und muss es nicht noch einmal. Vorerst nicht.

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02

08 2010

Redman Live im Lido, Berlin (26.05.2010)

Nach La Coka Nostra und Inspectah Deck im vergangenen Monat besuchte am 26.05.2010 mit Redman ein weiterer „Altehrwürdiger“ des EastCoast-Raps die deutsche Hauptstadt. Während in der nur einige hundert Meter entfernten O2 World die alten Bombastburschen von Kiss gerade unter viel Getöse und Pyro-Spaß ihr zugegebenermaßen eher langweiliges musikalisches Werk präsentieren versucht im Lido gerade eine Heerschar an Supportacts die Menge aufzuwärmen. Dramaturgisch war dieses Programm äußerst geschickt arrangiert denn während die den Abend eröffnenden Berliner von Respektlos das Publikum anödeten, wussten die danach auftretenden Hamburger von Bozza (nennt man wohl „Straßenrap“) zumindest mit einigen Ideen zu gefallen. Das kurze Intermezzo des folgenden mir namentlich leider unbekannten Beatboxers brachte die Menge zum ersten Mal am Abend in Stimmung, bevor DJ O-Sun aus Köln die Menge tatsächlich zum Ausrasten brachte. Noch nie habe ich einen Warm-Up-DJ erlebt, der das Publikum derart zum Kochen brachte und mit „das ist jetzt für alle, die älter als 23 sind“ brachte DJ O-Sun die Marschrichtung des Abends genau auf den Punkt.

Redman live

Denn als Redman dann nebst Backup MC und DJ gegen 23:30 Uhr die Bühne betrat knüpfte er genau dort an. Das Lido hatte sich inzwischen gefüllt (Tyron Ricketts und 50% von K.I.Z. waren im Publikum gesichtet worden und zumindest letztere hatten augenscheinlich Spaß) und erwies sich als erfreulich feierfreudig und textsicher, was den Herren auf der Bühne sichtlich gefiel. Redman hangelte sich durch alte Klassiker (eingeleitet durch den Satz „…i put on my west like it’s 1992…“), begeisterte mit den Hits aus den Blackout-Alben (wobei die Method-Man-Parts wahlweise ignoriert oder vom Publikum übernommen worden), oder riss mit dem unvermeindlichen „Let’s Get Dirty“ buchstäblich den Laden ab. Zwischendurch immer wieder Respektsbekundungen an den goldenen 90er-Rap, den kürzlich verstorbenen Guru (inklusive großartiger Turntablism –Einlage), das deutsche Publikum und und und. Sehr unterhaltsam, sehr energetisch. Am Ende versprach Redman wiederzukommen … ich bin gern wieder dabei!

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30

05 2010

La Coka Nostra / Inspectah Deck Live im Astra Kulturhaus Berlin (21.04.2010)

Das Astra Kulturhaus in Berlin Friedrichshain lud am 21.04.2010 zu einem besonderen Abend. La Coca Nostra und Inspectah Deck baten zum Doppel-Headliner Showcase und zum einzigen Deutschlandtermin der Tour. Das DJ-Set vor der Show stimmte das überraschend spärlich anwesende Publikum mit vielen 90er-Jahre-Rap-Klassikern ein, wobei die Gang Starr Dichte aus aktuellem Anlass sehr hoch gewesen ist.
Den Abend eröffnen durfte dann Annakin Slayd ein mir bis dahin unbekannter kanadischer MC, der eine solide Show ablieferte, die allerdings wenige bis keine wirkliche Aha-Momente bot. Die folgten dann nach kurzer Umbaupause erstmals mit dem Auftritt von Wu Tang Clan Mitglied Inspectah Deck. Hier deutet sich recht schnell an, dass der Abend eine Reise in die frühen 90er Jahre des Ami-Raps werden sollte. Flankiert von einem sehr unterhaltsamen Backuprapper und Wu-Tang DJ Mathematics ging Da Bill Collectah recht schnell dazu über seine Lines aus den großen Wu-Tang-Klassikern zu präsentieren. Von „Triumph“ über „Wu-Tang Clan Ain’t Nuthing Ta F***’ Wit“ bis hin zu „C.R.E.A.M.“ fanden sich im Set viele Stücke, die dem geneigten Rap-Fan ein seliges Grinsen aufs Gesicht zaubern sollten. Deck freestylte, wanderte rappend durchs Publikum, gab 3 MCs aus dem Publikum die Chance sich auf der Bühne zu präsentieren (wovon zumindest der letzte der 3 sehr zu gefallen wusste) und hatte (trotz des Publikums (doch dazu später mehr)) sichtlich Spass dabei.
Eine erneute kurze Umbaupause folgte, in der Inspectah Deck nebst Backup MC immer wieder auf der Bühne auftauchte um herumzualbern.

La Coka Nostra - Inspectah Deck live

Dann betrat DJ Eclipse die Bühne, legte los und nacheinander betraten Slaine, DannyBoy, Ill Bill und Everlast die Bühne um direkt klarzumachen, dass hier und heute ein Abriss erfolgen sollte. Die Playlist enthielt lediglich 4 Tracks aus dem großartigen 2009er La Coka Nostra – Album „A Brand You Can Trust“. Daneben gab es Non-Phixion-Classics („The C.I.A. Is Trying To Kill Me“), Special-Teamz- und Slaine-Songs und selbstverständlich etliche House Of Pain Hymnen. So wurde unter Anderem die legendäre House Of Pain/Helmet – Kollabo „Just Another Victim” vom Judgement Night Soundtrack zum Besten gegeben und das bereits erwähnte selige Grinsen auf meinem Gesicht verstärkte sich. Als dann als Zugabe die Überhymne „Jump Around“ den Abend beendete war ich dankbar das alles Live erleben zu dürfen.
Leider sahen das anscheinend nicht alle so, womit wir schon beim einzigen Kritikpunkt des Abends wären: Dem Publikum. Während Inspectah Deck die Lethargie in der Menge vor der Bühne nichts auszumachen schien, waren die Herren von La Coka Noste recht schnell sichtlich genervt von der fehlen Resonanz aus dem Publikum, wenn gejubelt und gefeiert wurde, dann relativ leise und nur recht kurz aber so ist das wahrscheinlich, wenn die Generation Bittorrent und Co. zu einem Konzert geht in dem hauptsächlich Songs zu hören sind, die erschienen, als der Großteil des Publikums gerade die ersten Schritte machte oder sich auf die Einschulung vorbereitete. Gerade Everlast und Ill Bill waren stellenweise echt sauer und drohten sogar die Bühne zu verlassen. Zum Glück taten sie’s nicht und bescherten mir und einigen anderen so eine Reise in eine Zeit, in der an Dirty South, Autotune und all die anderen Geschmacklosigkeiten des heutigen Raps noch nicht zu denken war.

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25

04 2010

Mastodon Live im C-Club, Berlin

Berlin Tempelhof am 09. Februar 2010. Es ist kalt, es schneit, alles ist gefroren. Hier werden also Mastodon ihr aktuelles Album „Crack The Skye“ dem Berliner Publikum präsentieren und 50% der Hörboten lassen sich das nicht entgehen! Apropos Publikum: Es ist überraschend und erfreulich zu sehen, welch unterschiedliche Hörergruppen die amerikanische Band begeistert. Da stehen Mastodon Lookalikes, neben Klischee-Metallern und Damen und Herren jenseits der 40/50 in mehr oder weniger schicken Ausgehklamotten.

Doch zunächst entern die 2 Herren und ihre zierliche Kollegin von Totimoshi die Bühne des zu diesem Zeitpunkt schon gut gefüllten C-Clubs (vormals Columbia Club) und die haben gleich mehrere Probleme. Das Größte ist wohl die komplett fehlende Eigenständigkeit. Musik wie die frühen KoRn, Gesang wie eine Mischung aus Tool und den Deftones, Texte, die kaum zu erahnen, geschweige denn zu verstehen sind und genuschelte und schwer verständliche Zwischenansagen. Ohropax im Ohr (man wird halt „vernünftig“) stand man also da und dachte sich, dass man wohl nicht mehr der Typ ist für harte Rock- und Metalkonzerte. Doch da sollte ich eines besseren belehrt werden.

Mastodon

Nach der Umbaupause dann Bewegung. Zum einen im Saal, der sich nun sehr schnell füllt zum anderen auf der format- und bühnenfüllenden Videowand und schliesslich auf der Bühne selbst. Mastodon betreten die Bühne, verlieren kein Wort und legen direkt los. Was macht man auf der Bühne mit einem Album, welches als Konzeptwerk darauf angelegt ist am Stück gehört zu werden? Man spielt es einfach komplett und genau das haben die 4 aus Atlanta getan. Bereits der Opener „Oblivion“ macht eines klar: Das hier funktioniert nicht mit Ohropax in den Hörmuscheln also raus damit und einfach genießen. Auf der Videowand flackern wahlweise Szenen aus surrealistischen Stummfilmen aus den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, das Artwork des Albums „Crack The Skye“ als Animation mit Retro-Charme oder Kompositionen aus beidem. Die Band selbst wird nur relativ schwach aber durchaus effektvoll ausgeleuchtet. Den Gesang teilen sich Troy Sanders und Brent Hinds wie gewohnt. Letzterer greift beim zweiten Song „Divinations“ zum Doubleneck-Bass, ersterer steht und spielt, wenn er nicht singt meist im Hintergrund neben Drummer Brann Dailor. Die Band spielt sich sichtlich in einen Rausch, was auch dadurch begünstigt wird, dass es keine Verschnaufpausen zwischen den Songs gibt, weder für die Band, noch für das Publikum!

Nach ca. 50 Minuten ist dann scheinbar alles vorbei. Die Band verlässt genauso wortlos die Bühne, wie sie gekommen war. Lediglich der Tour-Keyboarder bleibt auf der Bühne und an seinem Instrument. Zu seinem Spiel zeigt die Videowand eine Melange aus Artwork-Bildern in Endlosschleife, während hektisches Treiben auf der Bühne herrscht. Ein drittes Mikro wird aufgebaut, neue Gitarren in die dafür vorgesehenen Racks gestellt. Die Videoschleife erlischt, auf der Videowand erscheint das Covermotiv des 2006er Albums „Blood Mountain“ in leicht animierter Form, die Band betritt die Bühne um nun Songs aus den 3 Alben vor dem Aktuellen zu spielen. Immer umrahmt durch die Bewegt-Versionen der Cover der Jeweiligen Alben aus denen die Songs stammen. Gerade das des 2005er Moby-Dick-Konzeptalbums „Leviathan“, welches den weißen Wal im Kampf mit Kapitän Ahab zeigt passt wie die Faust aufs Auge zu dem, was da nun aus den Boxen kommt. Bent Hinds malträtiert jetzt eine Gibson Flying-V, Bill Kelliher (geil mit Vokuhila, Redneck-Schnäuzer und „Smoke Beer“-T-Shirt) hat zur Explorer gegriffen. Jetzt finden die großen Metal-Posen statt, in die Luft gereckte Gitarren, Hinds und Kelliher die sich frontal gegenüberstehend die Riffs um die Ohren hauen. Großartig und laut genug, dass die Ohrstöpsel doch wieder zum Einsatz kommen. Kelliher tritt ans Mikro und brüllt Love Unconditional ins Publikum…Gänsehaut. Nach 6 Songs aus den Alben „Blood Mountain“, „Leviathan“ und „Remission“ ist Schluss. Kein Wort, keine (weitere) Zugabe.

Das hier, meine Damen und Herren, war ganz ganz groß!

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02 2010

Deichkind live in Dresden – Eventwerk, 12.12.2009

Ein Gastbeitrag!

Ein dreibeiniger Hund macht gute Laune

Wer kennt sie nicht, die unerwarteten Anrufe guter Freunde. „Du, Deichkind ist in der Stadt. Wie sieht´s aus? Gehen wir hin.“ Verdammt. Und wieder auf dem falschen Fuß erwischt. Das Gestammel beginnt. „Das letzte Mal, als ich Deichkind live gesehen habe, hätte ich höchstens Yippie, yippie, yeah geschrieen, wenn die Bühne in Flammen aufgegangen wäre. Ich bin kein Fan deutscher Musik. Erst recht keiner Musik, die sich bei Stefan Raabs Music Vision Song Contest an den Hals der Nation wirft. Nichts gegen die Nation. Nur gegen Stefan Raab.“ Ein nutzloser Versuch, das Unvermeidliche abzuwenden. Einen Tag später folgte ein weiterer Anruf. „Ich habe die Karten. Wir treffen uns morgen Abend gegen 19.30 Uhr.” Na super. Entsprechende Vorfreude machte sich breit, als es schließlich hinaus in den kalten Samstagabend ging. Die Freude wuchs, als sich vor dem Eventwerk eine circa 50 Meter lange und nicht minder breite Menschenschlange auf vier gestresste Ordner zu bewegte. Ich höre mich kurz rufen: „Karte zu verkaufen.“ Ein Spruch, der bei meinen Begleitern wenig Zuspruch findet: „Willst du schlechte Laune verbreiten?“ Bei einem Deichkindkonzert? Natürlich nicht. Ich will nur hier weg, schießt es mir durch den Kopf, während ich mir den Weg durch tausende leere, am Boden liegende Bier-, Wein- und Sektflaschen bahne.

Vor der Bühne angekommen, geht das Hadern weitern. Ich bin zu nüchtern. Oder vielleicht doch auf dem falschen Planeten? Wo man hin sieht: Neon. Beklebte Mülltüten. Sonnenbrillen, die wirklich nur im Dunklen getragen werden sollten. Und nicht zu vergessen – Das Grölen: Deichkind, wuhuhu. Party. Bitte? Ich geb euch gleich wuhuhu, ihr Quälgeister. Auf der weißen Leinwand, die noch den Blick auf die Bühne versperrt, läuft ein buntes Konglomerat internationaler Musikvideos. Allein KRS One und sein „Sound of the Police“ brennen sich in mein Hirn. Es ist das letzte, was ich sehe, bevor der von Deichkind angerichtete Kessel Buntes die Massen zu bewegen beginnt. Unbändiger Jubel setzt ein, als eines jener Deichkindfilmchen zu flimmern beginnt, das nur im Drogenwahn produziert werden konnte. Bizarre Figuren, in noch bizarreren Situation. Alles im Schulprojektstil zusammengefrickelt. Ich blicke sehnsüchtig gen Ausgang, doch schon setzen wild flackernde Stroboskope und die mit LEDs bestückten Outfits der Deichkindcrew die noch immer verhüllte Bühne in Szene. Der Vorhang fällt. Die Bässe dröhnen. „Arbeit nervt.“ Die Menschenmasse verschmilzt. Alle Arten von Körperteilen schwingen, wippen, tanzen. Ja, ein Kulturschock kann einen auch in der eigenen Heimat treffen, weiß ich nun. Auch wenn alles in mir schreit: „Lauf!“, bewegen sich meine Beine nicht in der erwarteten Weise. Wie mein Kopf, fangen sie an zu wippen. Ich liebe Bässe, und die gibt es in den kommenden zwei Stunden am Stück.

Auch wenn ich wohl einer der wenigen bin, die nicht einen Text mitgrölen können und auch die auf der Bühne gezeigte Performance mich eher an eine Walddorfschule und das oft zitierte Tanzen der eigenen Namen erinnert, es macht Spaß, den Verrückten da oben zuzuschauen. Nicht einer von ihnen kann tanzen. Na und. Allein die LEDs zucken geordnet im Takt. Was solls. Das Bühnenbild scheint, wie die Schminke der Deichkindjungs, aus Restposten eines Goafestivals zusammengestückelt. Es kratzt mich nicht die Bohne. Vielmehr stellt sich mir nun die Frage: Sind das wirklich jene Jungs, die im Januar diesen Jahr ein Bandmitglied auf tragische Weise verloren haben? Es ist beeindruckend mit welcher Energie, mit welcher ehrlichen Freude die Deichkinder diese vielschichtige Menschenmasse in Bewegung versetzen. Von 15 bis 45 scheint vor der Bühne alles dabei. Nicht einer steht still. Jeder blickt wie gebannt auf jene Verrückten, die da mit Inbrunst rocken. Mehr als zwei Stunden lang reißen Deichkind, mit ihrem jüngsten Mitglied Ferris MC aka Ferris Hilton, das Eventwerk ab. Nicht eine Minute fühle ich mich gelangweilt oder nicht im ausreichenden Maße unterhalten. Gut, die Musik ist nicht meins. Und wenn man ehrlich ist, erinnert einen das hier Gezeigte, von Zeit zu Zeit, an die uns allen bekannte Feierkultur einer bekannten Baleareninsel. Und trotzdem: Es gefällt!

Gute Laune ist selten geworden. Von daher macht es keinen Sinn auf einem Deichkind-Konzert alles eng und missmutig zu betrachten. Was mir in der Vergangenheit nicht aufgefallen ist (Aus welchen Gründen auch immer.), nun erschließt es sich mir. Was sind schon blendend in Szene gesetzte Superstars gegen einen Haufen wild durchdrehender Freaks? Es ist wie mit dem berühmten dreibeinigen Hund. Selbst wenn man will, man kann ihn nicht ignorieren. Und so schaute auch ich für mehr als zwei Stunden, inklusive zweier Zugaben, jenen dreibeinigen Hund, genannt Deichkind, an. Mit dem Holzhammer ließ ich gute Laune in mich prügeln. Ich hatte Spaß. Weit mehr, als ich nach jenem unerwarteten Anruf eines Freundes erwartet hätte. Und glaubt mir, wenn schon ich Spaß hatte, was müssen dann erst all die durchgedrehten Deichkindanhänger von jenem denkwürdigen Auftritt ihrer Idole gehalten haben? So hoffe ich, dass die Gerüchte, dies sei die letzte Tour der Deichkinder, erdacht und erlogen sind. Es wäre zu schade, wenn ein weiterer Teil der auch so schon viel zu knappen deutschen Spaßkultur für immer verschwinden würde.

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12 2009

Peter Fox & Cold Steel – Live aus Berlin

Am 27.11.2009 erschien die Live-Version eines der besten Alben des Jahres 2008 in Bild und Ton. Peter Fox, ein Drittel der Gesangsfraktion von Seeed präsentiert den Mitschnitt seines Konzertes in der Berliner Wuhlheide aus dem Sommer 2009. Der Film beginnt mit einem Intro, das vor allem eines kann: Berlin so zeigen, wie es ist, abseits von Alexanderplatz, Potsdamer Platz und Regierungsviertel. Sehr stimmungsvoll und eine perfekte Einleitung für das was noch kommen soll. Das Konzertintro bringt einen schnell und effizient in Stimmung auf die folgenden 80 Minuten. Auf der Bühne sorgen eine famose Liveband sowie die absolut grandiosen Cold Steel für die Liveumsetzung des Ganzen, wobei gerade letztgenannte extrem viel Spaß machen. Eine Drumline, bestehend aus 5 jungen Herren, die perfekt choreografiert ihre Steel Drums bearbeiten – ganz groß.

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Die Background-Singer Sektion ist mit Vanessa Mason, J-Luv und der tollen Miss Platnum hochkarätig besetzt, der Backup-MC kommt mit Affenmaske und Peter Fox selbst hat sichtlich Spaß an der ganzen Angelegenheit und beweist aufs neue, dass er eine verdammt coole Sau ist. Die Setlist setzt sich aus dem kompletten Stadtaffe-Album, einigen Seeed-Perlen, einer Cover-Version sowie zwei Songs von Miss Platnum zusammen – eine echt Runde Sache also. Ich jedenfalls habe mich geärgert, nicht dabei gewesen zu sein.
Schnitt, Bild- und Soundqualität sind fantastisch, Musik und Texte sowieso (Peter Fox ist einer der wenigen, der es schafft sexy Texte zu schreiben ohne dabei verrucht oder billig zu klingen).
Wie bereits gesagt: Macht sehr großen Spaß das Ding!

Peter Fox & Cold Steel – “Live aus Berlin” als CD, DVD oder Box-Set hier bestellen!

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12 2009

Haiku d’etat live in Dresden – 29.11.2009

Am Sonntag fand im Puschkin so etwas wie eine Hip Hop Jam statt. Aber irgendwie auch wieder nicht. Angekündigt waren Haiku D’Etat, eine Formierung bestehend aus Aceyalone & Mykah 9 von der Freestyle Fellowship und Absrtact Rude. Alle 3 gehören irgendwie dann noch in die große Project Blowed Familie. Weiterhin waren K-The-I??? und die Magic Heart Genies mit DJ Drez angekündigt. Volles Programm also mit ordentlichen Rap-Schwergewichten.
Das erste Schwergewicht – und das im wahrsten Sinne des Wortes – war K-The-I???. Großes Minus bei ihm: kein DJ! Es macht einfach keinen Spaß, wenn ein Künstler auf die Bühne kommt, seinen Laptop anschmeißt und dann unvermittelt anfängt und ohne Fluss oder musikalische Übergänge seine Titel runterotzt. Erschwerend kam bei ihm noch hinzu, das er aus der Richtung Spoken Word zu kommen scheint. Denn er hat nicht gerappt, sondern predigermäßig Wortsalven auf das Publikum losgebrüllt, die kein Anwesender auch nur im Ansatz verstehen konnte. Musikalisch waren seine Produktion super abstrakt, so in die Richtung Dälek, aber nicht ganz so verzwickelt. Wobei er es geschafft haben muss, sein Körpergewicht auf die Bässe übertragen zu haben, denn die haben einen überrollt. Die Stimme war auch nicht besonders pralle. Alles in Allem zu anstrengend und das Gehör überfordernd.
Danach wurde es unbeabsichtigt lustig zum einen und richtig geil zum anderen. Richtig geil war DJ Drez, der ab diesen Zeitpunkt bis vermutlich zum Ende des Abends die Wheels of Steel bediente. Ganz großes Kino! Aufgrund der geringen Zuschaueranzahl konnte man dem Mann beim handwerken zusehen. Was man gesehen und dazu gehört hat war einfach famos. DJ Drez hat es drauf und ich wage zu behaupten, das er in einer Liga mit Cut Chemist und Kid Koala spielt. Mehr Referenz geht nicht.
Zu Drez gesellte sich dann J the Sarge und etwas später Mykah 9. Mit J the Sarge wurde es lustig. Ich glaube der Gute nimmt Hip Hop zu ernst um noch cool zu sein. Er sah aus wie ein leicht aggressiver Cowboy aus den Südstaaten. Durch seine permanente grimmige Mimik vermittelte er den Eindruck, dass wenn nicht augenblicklich die Leute ihre Arme und Hände in Luft reißen und Yo brüllen, sie waren schon irgendwie gehemmt, er von der Bühne springen würde und jeden persönlich mit der Faust dazu auffordern würde. Und auch sonst hatte man das Gefühl, der Typ hat als Teenager alleine in seinem Kinderzimmer vor dem Spiegel die gängigen Posen geübt und gibt sie nun zum Besten. Es war unfreiwillig komisch anzuschauen. Raptechnisch hat er irgendwie an Taktlos erinnert, hat aber nur halb so viel spaß gemacht. Das wurde alles irgendwie auch nicht besser, als Mykah 9 auf die Bühne kam und die beiden dann Magic Heart Genies ergaben. Die Mugge war der Hammer, aber die Raps haben nicht gepasst. Das war nicht stimmig. Und ob Mykah 9 nun tatsächlich die ganze Zeit in der Gedichtform Haiku gerappt hat kann ich nicht sagen, da bin ich nicht firm drin. Aber er hat es ja des öfteren erwähnt, dass dem so sei, und da glaube ich ihm mal.
Tja und danach hat man dann auf Haiku d’etat gewartet, während DJ Drez immer weiter dazu beitrug, zum Highlight des Abends zu werden. Aber es gab keinen Auftritt von ihnen. Es gehört wohl angeblich zum Konzept, dass wenn die 3 MC’s auf Tour gehen,das sie sich alle als Special Guests featuren. Das muss man erstmal wissen!
Und so wurde der Abend immer länger. Leider steigerte sich auch die Müdigkeit und das Gefühl so langsam doch den Heimweg anzutreten. Aber aufgeben wollte ich noch nicht und zumindest entweder noch 15 min von Abstract Rude oder Aceyalone mitbekommen. Irgendwann trollte sich dann letztgenannter auf die Bühne und legte richtig los. Das war klassisch: ein MC der den DJ feiert und mit ihm interagiert. Aceyalone hat dann auch endlich das abgeliefert, worauf man den ganzen Abend insgeheim gewartet hat: Styles, Skills und Raps mit Flow. Das war zum alle 10 Finger ablecken. Doch leider obsiegte die Müdigkeit und mehr als 15 minuten habe ich dann auch tatsächlich nicht mehr geschafft. Schade, denn so kann ich nichts zu Abstract Rude sagen. Ich hätte ihn zu gerne gesehen. Aber gut. Der Abend war doch unterhaltsam. DJ Drez bekommt den größten Applaus. Wer die Gelegenheit hat in live zu sehen, der soll das unbedingt machen!!

P.S.: Liebes Wettbüro-Team, ein bischen mehr Organisation tut solchen Veranstaltungen gut. In Anbetracht der Anzahl an Acts ist dann doch manchmal weniger mehr.

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01

12 2009

Marteria/Marsimoto live im Puschkin (Dresden) – Die zweite Meinung…

…ähnelt der ersten Meinung zum Marteria Konzert frappierend. Das Publikum war in der Tat äußerst überschaubar, was echt traurig ist. Da kommt ein großartiger und wirklich innovativer Künstler in die Stadt, einer der wenigen, die noch für Spannung im deutschen Rap sorgen und niemand geht hin. Schieben wir’s mal auf den eher ungünstigen Termin und die fehlende PR, d.h. hoffen wir, dass dies die Gründe waren. Nichtsdestotrotz war das Gebotene wirklich absolut großartig und sehr unterhaltsam. Aber fangen wir von Vorne an. Die Support Acts lassen wir jetzt mal unbeachtet. Zum einen, weil wir deren Auftritt nicht komplett gesehen haben, zum anderen war das was wir gesehen haben wirklich nicht der Rede wert.

Danach hieß es “Classics mit Marteria’s Tour-DJ”. KRS-One, Quasimoto, House Of Pain, Cypress Hill, Gravediggaz, und, und, und. Fantastisch!

Dann Marteria selbst. Wie besprochen mit einigen neuen Stücken und einigen Neuinterpretationen auf Instrumentals von RichBoy (Drop), Lil‘ Wayne (A Milli), The Prodigy (Spitfire) – wunderbar verstärkt durch die Band of Brothers, bestehend aus Live-Schlagzeuger, Live-Didgeridoo-Spieler, Live-DJ, Live Computerbediener und Live-Keyboarder. Toll zu sehen, dass es noch Künstler gibt, die sichtlich Spass an Ihrer Musik und am Live-Auftritt haben und es somit schaffen diese Euphorie auch auf’s Publikum zu übertragen, egal, wie klein dieses Publikum ist. Schön war auch, dass Marteria beim großen “Aus Dem Häuschen” vom Harris Mixtape “Ab in Club”, dessen Part mit charakteristischer Harris Stimme gleich mit übernahm.

Nach 45 Minuten dann Tschüss Dresden, Schock im Publikum, Entrollen eines Marsimoto-Banners auf der Bühne, erleichtertes “aaaahhhh” im Publikum, eine frisch in Grün gekleidete Band Of Brothers und ein Marteria, der in 80er-Jahre Space Sonnenbrille (die an Geordi La Forge aus Star Trek – The next Generation erinnerte) nun sein Alter Ego Marsimoto gab. Jetzt wurde das Puschkin endgültig abgerissen. “Modern Stalking”, “Der Nazi und das Gras”, “Cash dein Sound” … Alles Live wesentlich energetischer und druckvoller als auf Konserve! Abschließend gab es dann noch eine Coverversion von Deichkinds Gassenhauer “RemmiDemmi”, ein würdiger Abschluss, wenn auch nicht ganz so gut wie die eigenen Sachen!

Kleine Anekdote am Rande: Die ebenfalls famose Miss Platnum ward im Publikum gesehen und half später noch am Merchandise-Stand aus. Sehr sympathisch!

Fazit: Marteria/Marsimoto Live = absolut zu empfehlen! Beim nächsten mal gerne wieder!

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11 2009

Busdriver live in Dresden – 05.11.2009

Was war die Freude groß als ich las, dass Busdriver nach Dresden kommt. Endlich! Nach fast 5 Jahren sollte ich ihn wieder live erleben dürfen. Ich wollte die Erwartungen an Busdriver nicht zu hoch schrauben. Denn, wie das mit solchen nun einmal ist, sie können zu eben so großen Entäuschungen führen. Das ist fast schon eine Kausalität. Damals, vor fast 5 Jahren  im Downtown, war er den meisten Dresdnern noch nicht bekannt. Man hatte keine Erwartungen und musste am Ende seine Kinnlade in einer Schubkarre nach Hause schieben. Der pure Wahnsinn! Der reinste Gehörgangsflash. Seit diesem Abend kenne ich die Definition von einem schnellen Rapper. Klar, Busta ist schon schnell und Twista ist wiederum schneller als Busta. Aber beide zusammen sind nicht einmal annähernd so schnell wie Busdriver, eher Schnecke.

Und nun beehrte der Herr der schnellen Zunge Dresden zum zweiten Mal. Diesmal hieß die Lokalität Altes Wettbüro und war für einen Donnerstag erstaunlich gut gefüllt. Die Stimmung war sehr angenehm, irgendwie entspannt und relaxt. Der Support Spiritchild war gut unterwegs und hat musikalisch viel Spaß gemacht, war aber textlich doch zu sehr concious und politisch.Und dann rollte die Kakophonie-Lawine Busdriver über das Auditorium. Die Schnelligkeit war wie zu erwarten am Start und beeindruckte mit voller Wucht. Sowas live erleben zu dürfen unterscheidet sich dann doch nochmal zur heimischen Stereoanlage.
Das größte Manko an diesem Abend war die hundsmieserable Soundanlage im Wettbüro. Sie verunstaltete die markante Stimme Busdrivers zu einem furchtbaren Irgendwas, wenn man sie denn überhaupt zu hören bekam. Als dann ein Jemand aus dem Publikum ihn darauf hinwies das etwas nicht stimmt, wies Busdriver diesen Jenigen höflich darauf hin, das er kein Soundengineer sei und wenn er denn einer sei, würde er sich darüber freuen, wenn er das Problem beheben könnte. Konnte er aber nicht! In diesem Zusammenhang betitelte sich der Meister als “King of Nothing” und fuhr sehr zerstreut mit seinem Programm fort. Im weiteren Verlauf stellte der dann weniger motivierte Busdriver fest, dass man auf den Sound ja auch scheißen könne und fickte dann auch bald jeden Song und Sound. Vielleicht war auch das der Grund dafür, dass er dann alsbald anfing seinen Sound selber zu zerhacken und mit seltsamen Interferenzen und Störgeräuschen zu versehen, um dann unerwartet den Selbstzerstörungsprozess des Auftritts mit: “I’m out of here!” zu beschließen.
Dann konnte man sich der Englischkenntnisse des Publikums erfreuen, die anfingen: “Busfahrer!Busfahrer!Busfahrer!” zu grölen. Daraufhin antwortete, der direkt vor dem Publikum stehende, Busdriver: “I’m still here, why are you yellin’?” Dann machte er doch noch weiter, aber nicht wirklich lang und als dann seine Stimmung gänzlich am Boden zu sein schien verabschiedete er sich mit dem fröhlichen “Party Pooper” Song.
Es war einfach nicht sein Abend.

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06

11 2009

Marteria & The Band of Brothers live in Dresden

Am 29.10.2009 startete Marteria seine “Allein auf weiter Tour” im Dresdner Puschkin. Das Negativste will ich gleich vorweg nehmen: es war verdammt traurig, dass vielleicht gerade einmal zwischen 100 und 120 Leute bei dem Konzert waren! Wer weiß woran das gelegen hat, ich vermute hier einfach zu wenig Werbung und mit Donnerstag einen relativ schlecht gewählten Wochentag, andere Gründe fallen mir nicht ein. Denn so unbekannt und “Underground” ist er nun ja auch nicht mehr.
Auf jeden Fall haben sich Marteria und The Band of Brothers von der geringen Publikumszahl wenig negativ beeindruckt gezeigt. Es schien eher fast das Gegenteil bewirkt zu haben. Denn was die Jungs an Energie und Spiellust losgelassen haben war sehr sehr beeindruckend. Meine Fresse was haben die losgelegt. Marteria hatte so viel Spaß zu feiern, dass es einem gar nicht einfiel irgendetwas anderes zu machen als zu feiern.
Das Konzert war schön durchdacht und wurde mit Schlagzeug, Didgeridoo, nem Plattenkratzer und Keyboarder präsentiert. Im ersten Teil gab es 4 neue Songs vom kommenden Album vorgestellt: Neue Nikes, Moskau an der Spree, Du willst streiten und Marteria Girl. Davon ausgehend wird das eine Bombe. Nach ein zwei weiteren Titeln waren 45 Minuten um und der Schock groß als er sich und die Band of Brothers bedankten und verabschiedeten. Sowas kommt für gewöhnlich nicht so gut an. Als dann aber der Lichtmann seine spektakuläre Show startete – er schmiss die grünen Funzeln an und beließ es dann dabei für den Rest des Konzerts – kam Marterias Feature für die Tour auf die Bühne: Marsimoto. Und spätestens hier war einfach kein Halten mehr. Die Jungs auf der Bühne alle in grünen Zoo York Kapus gekleidet haben dann das Puschkin auseinander genommen, holla die Waldfee.
Marteria ist live ein ganz großes Muss.

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11 2009