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Sun Kil Moon – Admiral Fell Promises

Der Berlin/brandenburgische Sender RadioEins ist eine wunderbare Quelle zum Entdecken neuer, bzw. unbekannter Musik. Eines Nachts auf der Autobahn schenkte mir nämliche Radiostation den Song „Australian Winter“ der amerikanischen Band Sun Kil Moon.
Sun Kil Moon ist im Grunde genommen der in San Francisco lebende Sänger, Songwriter & Schauspieler (u.a. Almost Famous, Vanilla Sky) Mark Kozelek, der mit den Red House Painters in den 90ern 7 Alben und diverse EPs veröffentlichte und sich zu Beginn seiner musikalischen Karriere einen Namen machte, als er ruhige Folk-Versionen von Kiss- oder AC/DC-Songs veröffentlichte.

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Ruhiger Folk beschreibt auch am besten das, was Kozelek und seine wechselnden Mitstreiter unter dem Namen Sun Kil Moon anbieten. Eine sanfte Stimme (hin und wieder gedoppelt), Akustik-Gitarre(n), sehr spärlich und zurückhaltend eingesetzte Percussions oder Streicher – reduzierter geht es kaum, stimmungsvoller allerdings auch nicht. Der perfekte Soundtrack, wenn man zur Ruhe kommen, nachdenken möchte.
Manch einer mag die Musik depressiv nennen, und man kann es niemanden verübeln, denn allen Songs wohnt eine schwere Melancholie inne und auch das Artwork strahlt alles andere als Freude und Zuversicht aus. In der richtigen Stimmung genossen ist „Admiral Fell Promises“, das 4. Album von Sun Kil Moon eine Wunderschöne Platte zwischen Trauer und Hoffnung, zwischen Einsamkeit und Versöhnung. Empfehlenswert!

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05 2011

Elbow – Build A Rocket Boys!

Eines vorweg: Ich liebe Elbow! Seit ich die Band – zugegebenermaßen reichlich spät – kennenlernte und binnen kürzester Zeit ihren kompletten Backkatalog verschlang sind die 5 Briten Dauergast in meinen Ohren. Elbow gehören zu den wenigen Bands bei denen ich in keinem Album etwas Ungelungenes entdecken kann.
Vor einigen Wochen erschien nun mit „Build A Rocket Boys!“ das 5. Album der Band aus Manchester und man muss sagen: Schon wieder ein Geniestreich! Im vereinigten Königreich stieg die Platte direkt auf Platz 2 ein, in Deutschland spielte sie schon wieder mal keine Rolle. Elbow bleiben in hiesigen Gefilden weiterhin ein Geheimtipp – und zwar zu unrecht.

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Gleich der erste Song „The Birds“ ist die logische Weiterführung dessen, was auf dem (zumindest in Großbritannien) hochgelobten Vorgänger „The Seldom Seen Kid“ und dessen noch besserer Live-Version geboten wurde. Erhabene Musik zwischen Streichern und Gitarre, Guy Garveys angenehme Stimme, poetisch-melancholische Texte. Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Platte merklich ruhiger und reduzierter daherkommt als die Vorgänger, ohne jedoch an Experimentellem vermissen zu lassen. Lediglich „Neat Little Rows“ fällt etwas rockiger aus, wenn man es so nennen mag.
Insgesamt ein Album, welches bei nächtlicher Autofahrt genauso zu begeistern weiß, wie an einem lauen Sommerabend und endlich mal wieder eine Platte, der man sich ganz hingeben kann und mit der Elbow zumindest in Deutschland wieder nicht der kommerzielle Durchbruch gelingen wird. Sei’s drum: Tolle Platte.

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25

04 2011

Mogwai – Hardcore Will Never Die, But You Do

Ein Gastbeitrag

Das neue Mogwai-Album ist das Paradebeispiel für meinen neuerlichen Entschluss, wieder vermehrt CD´s zu kaufen. Es ist schon ein Unterschied, ob ich irgendwelche MP3-Ordner in iTunes durchklicke oder mich in meinem CD-Regal für eine Scheibe entscheide, sie Zunge schnalzend in den CD-Player schiebe und auch einen kleinen Moment noch ein Cover betrachten kann. Das ist für mich der feine, aber wichtige Unterschied: die Identität und Individualität der Musik. Das schafft kein Ordner.

Und dann noch so ein Hammer wie „Hardcore will never die, but you will“. Mogwai´s Gleichgültigkeit in puncto Titel- bzw. Albennamen ist ja bekannt, aber SOLCH eine Ansage macht neugierig. Also ab in den CD-Player und ab geht die Post(Rock-Legende). Mit „White Noise“ haben wir einen gefälligen Einstieg. Nichts ist falsch daran, eine Nummer an den Anfang zu setzen, die sich allmählich und ganz dezent in die Hirnwindungen schleicht, um dort als trojanisches Pferd zu verbleiben. Hätte Sir Mogwai mich vorher gefragt, wäre mein Opener ganz klar Titel Nr. 3, also „Rano Pano“, gewesen, denn die Analogie zum Album-Namen ist hier ganze Ecken erkennbarer. Nun gut. Ein schöner, freundlicher Einstieg, nicht untypisch für Mogwai-Alben, aber wir haben auch schon anderes erlebt.
Es folgt „Mexican Grand Prix“ und die anfänglichen Achtelkicks der Bassdrum klingen (wenn man will) tatsächlich wie das gemütliche Blubbern eines Automotors. Ansonsten ist nichts auszusetzen an diesem Titel, die bekannten unverständlichen Vocoder-Textfragmente, schöne Synthie-Arpeggios, eindrucksvolle dynamische E-Gitarren, ein druckvoller, rollender Bass, ein treibendes Drumming – fertig ist eine geschmackvolle mexikanische Rennnummer aus den schottischen Highs.

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Und jetzt kommts: „Rano Pano“. DER fiese Song des Albums. Vom Stil her hätte ER der Trojaner sein müssen. Dieser Song stellt sich nicht höflich vor, nein, er greift direkt durch Auge und Großhirnrinde ins Kopfinnere und schüttelt wie blöde. Daher empfiehlt sich: Kopfhörer aufsetzen, der Außenwelt für 5:15 min Adieu sagen, sich widerstandslos ergeben.
Eine kleine Analyse: 8 Takte knarzendes Gitarrenthema links, dann unisono mit Gitarre Nr.2 rechts, dann Thema mittig, dann der Bass, der das alles in den längst fälligen harmonischen Rahmen wummert. Die pochenden Achtelnoten des Basses stimmen einen mittelfristig schon auf das Schlagzeug ein, welches anschließend den Reigen in die rhythmische Maske zwingt. Und von „zwingen“ muss man hier sprechen, denn das Gitarrenthema lebt bis dato komplett von seinem eigenen rhythmischen Schema. Was fehlt noch? Ganz klar, der synthetische Klang – natürlich mit dem altbekannten Thema. Nun folgt Schicht auf Schicht. Noch ein Synthiklang, dann noch eine Gitarre, diesmal mit einem eigenen Klangmuster. Spätestens hier ziehen Bilder von einer Fließbandfabrik vor meinem geistigen Auge vorbei, denn hier wird GEARBEITET. Stoisch und unerbittlich wiederholt sich immer und immer wieder dieses 8-taktige Thema. Stereo sei Dank! Dann macht das Drumming mal eine kurze Pause – sie tut dem Ganzen, um der Abwechslung willen, sehr gut. Aber noch bevor der Arbeitsprozess ins Stocken kommt, melden sich Basedrum & Snare zurück und es wird weiter Druck vom Feinsten produziert. Als gäbe es nur Mogwai, nur dieses Lied auf der Welt und sonst nichts, als wäre unser Sonnensystem kein helio-, sondern ein “Rano Pano“-zentrisches, teilen die 5 Musiker aus Glasgow aus, ohne auf Kollateralschäden zu achten. Letzte, aber sehr erwähnenswerte Bemerkung zu diesem grandiosen Song: die Stelle bei Minute 3:48. Die Gitarrenfront zieht sich kurz vorher für ein paar Takte zurück, um nachzuladen. Ein kurzer Moment der Entspannung für Ohren und die Seele. Aber die dumpfe Vorahnung, dass der finale Angriff unmittelbar bevorsteht, ist praktisch unmöglich zu ignorieren. Alles in mir wartet. Und wartet. Und wartet. Dann ein kurzes Schlagzeugbreak und die Gitarren feuern aus allen Rohren – in der parallelen, also klangverwandten Molltonart … Ja-woll.
„Rano Pano“ ist ein typisches Beispiel dafür, mit wie wenig Harmonien derart interessant und klangvoll 5:15 min musiziert werden kann.

Die restlichen Titel sind übrigens auch sehr schön, besonders Titel 6 „Letters to the Metro“.

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03 2011

Telekinesis – 12 desperate straight lines

Eine herrliche leichte und unterhaltsame halbe Stunde bieten Telekinesis mit dem zweiten Studioalbum 12 desperate straight lines. Eigentlich sind Telekinesis ja nur ein Mann namens Michael Benjamin Lerner, welcher aus Seattle stammt und möglicherweise nach dem Konzept arbeitet: “wenn man nicht alles selber macht”…
Auch sein zweites Album hat er zusammen mit Chris Walla (Death Cab For Cutie, The Decemberists) analog eingespielt und alle Instrumente alleine. Respekt dafür!
So kurzweilig wie das Album ist, will ich auch meine Äußerungen dazu kurz halten. Hier leigt ein gutes Indie-Pop-Rock-Album vor. Das treibende Thema ist Trennung. Und Micheal scheint ganz schön daran geknabbert zu haben, wie man einigen Textzeilen entnehmen kann (”Please ask for Help”). Auch musikalisch hat er das Thema sehr überzeugend dargestellt. Teilweise wird man an den Bass von The Cure erinnert, was die ungefähre Stimmung widergibt. An anderer Stelle lassen die brachialen Gitarreneinsätze für sich sprechen (”50 Ways”). Ein gelungenes Album mit einigen Ohrwürmern.

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03 2011

Radiohead – “Lotus Flower” Erstes Video zum neuen Album “The King of Limbs”

Wieder mal schön! Vorfreude aufs Album “The King Of Limbs”, welches als Download ab morgen zu beziehen sein sollte.


Radiohead – Lotus Flower

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02 2011

Beatsteaks – Boombox

Ich gestehe. Auch wenn ich gern in Berlin lebe zeigt sich mir die Stadt musikalisch als ein geradezu blasphemisch anmutender Haufen Elektro-Einheitsgammel. Als jemand, dem Musik wichtig ist, der sich ihr bewusst widmet, ihr Zeit und Aufmerksamkeit schenkt um zu entdecken und erforschen fällt es oft schwer mitzuerleben, wie Musik in der deutschen Hauptstadt anscheinend nicht über den Status des kurzlebigen, eher zweckmäßigen Partybeschallungsdienstleisters hinauskommt. Macher und Hörende scheinen sich darüber einig zu sein, dass Können, Herzblut und Hingabe durch unkreatives und handwerklich nicht sonderlich anspruchsvolles Elektrogedöns ersetzt werden können. Jeder mit Sequenzersoftware nennt sich schnell mal DJ. Warum das so ist, dass müssen die Kollegen mal bei Gelegenheit genauer erörtern.

Nichtsdestotrotz gibt es auch in Berlin einige Bands und Künstler, denen man anmerkt, dass sie Musik aus Leidenschaft machen, weil sie ein Gespür für tolle Arrangements, musikalischen Verständnis und Können besitzen.
Neben Seeed, Marteria, Ms Platnum und Anderen zähle ich da auch ganz klar die Beatsteaks zu. Und eben diese Beatsteaks beglücken uns dieser Tage mit Ihrem 6. Album (die Liveplatte „Kanonen auf Spatzen“ mal nicht mitgerechnet), welches auf den feinen Namen „Boombox“ getauft wurde. Zu allererst muss ich den 5 sympathischen Berlinern ein sehr gutes Gespür für Veröffentlichungstermine attestieren. Während bereits der Vorgänger „Limbo Messiah“ in der magischen Zeit zwischen Winter und Frühjahr erschien, scheint auch dem aktuellen Longplayer die Ehre zuteil zu werden, den Winter zu vertreiben. Musikalisch sollte es ihm, ebenso wie dem Vorgänger, nicht schwer fallen.

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Die 11 auf 34 viel zu kurze Minuten verteilten Anspielstationen sprühen nur so vor Energie, guter Laune und Coolness. Bereits das eröffnende „Fix It“ treibt ordentlich und zeigt dem grauen Himmel gehörig den Mittelfinger. Die folgende, bereits vorab veröffentlichte Single „Milk & Honey“ schließt sich dem an. Dann war es das erst einmal mit dem typischen Beatsteaks-Sound. Sowohl „Cheap Comments“ als auch „Lets See“ sind weniger treibend, grooven dafür allerdings ungemein. Danach geht es wieder ungebremst nach vorne.
So wechseln sich im Folgenden schnelle Rocknummern mit coolen „Groovern“ ab. Alles mal wieder absolut phänomenal und dann komm irgendwann „Automatic“, dieses unverschämte Stück musialisches Prozac. Mehr gute Laune in Musikform geht kaum. Wie gesagt ist ach 34 Minuten leider bereits Schluss aber -Repeat-Taste sei Dank- hat man dem etwas entgegenzusetzen. Wahnsinn, wie unfassbar cool das Ganze ist. Ich bin erneut total begeistert und weiß schon, was mich musikalisch durch Frühling und Sommer der kommenden Jahre begleiten wird. Jetzt heißt es: Vorfreude aufs Konzert im Juni, Danke schon mal im Voraus, liebe Beatsteaks!

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13

02 2011

A Perfect Circle – Thirteenth Step

September 2003: A Perfect Circle, die Band um Tool-Frontmann Maynard James Keenan und Ex- Nine Inch Nails Roadie Billy Howerdel, veröffentlichen mit „Thirteenth Step“, 3 Jahre nach dem viel beachteten Debüt “Mer De Noms“ ihr zweites Album. Und was für eines. Ich muss zugeben, dass Ich mir der Platte erst im Jahre 2005 vollends gewidmet habe, sie dann aber recht schnell und bis heute in mein Herz geschlossen habe. Während „Mer De Noms“ noch sehr nach Keenans Hauptband Tool geklungen hatte, hat man sich hier soundtechnisch ganz klar emanzipiert.

A Perfect Circle - Thirteenth Step

„Thirteenth Step“, entstanden unter Mitarbeit von Ex Marilyn Manson Bassist Twiggy Ramirez und Schlagzeug-Größe Josh Freeze, scheint weit weniger hart als es der Erstling und alle Tool-Veröffentlichungen sind. Selbst wenn die Gitarrensektion elektrisch verstärkt wird, wird nicht immer vorschnell zum „nackten“ Riff gegriffen.
Stattdessen verheiratet man härtere Gitarrenpassagen mit sphärischen Keyboardflächen. Bisweilen wird Maynard James Keenan’s charakteristischer Gesang lediglich von einer Akustikgitarre nebst Streichersektion (!) getragen („A Stranger“, „The Nurse Who Loved Me“). Somit gleitet man als Hörer durch ein Auf und Ab der Stimmungen und Gefühle, ohne dass die Platte dabei zerfahren klingt.
Das Böse und Abgründige des Vorgängers schlummert hier oft eher unter der Oberfläche. Der Wolf im Schafspelz, wenn man so möchte. Ausfälle gibt es tatsächlich keine (und ich meine wirklich KEINE), dafür jede Menge wunderbare Gesangsharmonien und Melodien, einzigartige Arrangements bedrohliche Passagen und versöhnliche Momente. Das abschließende „Gravity“ lädt geradezu zum Träumen ein und beschließt eine große Platte auf würdige Art und Weise.
Besser waren A Perfect Circle danach leider nie wieder!

PS: Das großartige Coverartwork betrachtet man idealerweise Vinylgröße!

A Perfect Circle – “Thirtenth Step” hier bestellen!

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06

02 2011

Justus Parker – Exil oder Disko

Das hat lange gedauert, ja ich weiß. Deswegen erst einmal ein dickes SORRY an Justus Parker und gleich weiter zum Wesentlichen.

Ich hab so meine Probleme mit handegemachter deutschsprachiger Musik. Da gibt es nur wenige die zu überzeugen wissen. In den meisten anderen, überwiegenden Fällen, ist doch extremes Kopfschütteln und Fremdschämen angesagt. Deshalb war auch die Skepsis groß als der Silberling im Briefkasten und noch größer als er dann im CD-Fach lag. Tja und was soll ich sagen: ich war ganz schön überrascht und das auch noch positiv. Ich hab nicht schlecht gehört bei dem was mir da entgegenschallte. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich hab das Album sogleich durchgehört ohne einmal “Skip” zu betätigen. Das wirkte aus einem Guß und hat sehr viel Spaß gemacht. Nochmal – Feinhören diesmal!

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Nach dem zweiten Hören war klar das Justus Parker auf jeden Fall Potential haben. Sie haben es sich verdient gehört zu werden. Das ist sehr gelungene handgemachte Musik. Die Texte sind durchdacht, engagiert und gerne auch mal poetisch-romantisch. Kein Popgeheule. Musikalisch gehts ordentlich nach vorne. Justus Parker wollen getanzt werden und das nicht zu knapp. Live ist das bestimmt ein Erlebnis.
Eins möchte ich noch loswerden: Die Band macht keine Hamburger Schule, weil es die nämlich niemals gab. Und ob das nu Post-Punk ist, mag sein. Für mich ist das IndiePopRock aus Wuppertal der überzeugt. So etwas fehlt in der deutschen Musiklandschaft. Danke

Zum Reinhören: Justus Parker – München Anna

Justus Parker – “Exil Oder Disko” hier bestellen!

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01 2011

Tao of the One Inch Punch

Wir schreiben das Jahr 1996 und mir kommt über eine der damaligen Visions Compilations der Song “The Bu” der amerikanischen Band One Inch Punch zu Ohren. Absolut überwältigt ob des neuartigen Sounds, halte ich nur wenige Tage später das Album Tao of the One Inch Punch in den Händen. Diese einzige LP der Band aus L.A. – bestehend aus Justin Warfield (heute bei der Darkwave-Band “She Wands Revenge”) und Gianni Garofalo – begeistert noch heute, 15 Jahre nach Erscheinen durch eine spannende Mischung aus industriellen trockenen Sounds und Samples, reduzierten Gitarrenriffs, entspannten Raps und Gesangseinlagen. Bis heute ist mir nichts vergleichbares zu Ohren gekommen weswegen ich die Scheibe regelmäßig wiederentdecke und begeistert in sie eintauche.

One Inch Punch

Bereits der erste Song “Just Enaugh” beinhaltet alles, was den Sound der Band so einzigartig macht und gibt die Marschrichtung für das vor, was in den nächsten 36 Minuten verteilt auf 10 Anspielstationen passieren soll. Der zweite Track “Gemini” sollte einigen aus dem Film “Die Fetten Jahre sind vorbei” bekannt sein. Es folgen Schmuckstück um Schmuckstück, mal raplastiger, mal “grungiger” [sic!]. Dem Album folgte noch die “Angela Davis EP” (1997) und mit “Pretty Piece of Flesh” ein Beitrag zum “Romeo+Juliet”- Soundtrack , der zumindest auf dem Album nicht zu finden ist. Sehr schade, dass es danach bereits wieder vorbei war und es kein weiteres One Inche Punch Album gab. Bei amazon findet man das Album zumindest gebraucht auch heute noch (obgleich ich nicht verstehe, wie man so einen Schatz wieder hergeben kann). Alltime Favorite! Absolute Kaufempfehlung!

One Inch Punch – “Tao of the One Inch Punch” hier bestellen oder downloaden!

PS: Es gibt inzwischen eine US Punkband gleichen Namens –> Nicht verwechseln!

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09

01 2011

Meine Platten 2010

Chapeau 2010. In Sachen Musik warst du durchaus ein gutes Jahr und mit neuen Alben der Beatsteaks und …And you will know us by the Trail of Dead startet auch 2011 vielversprechend. Doch hier ersteinmal, was mir in den zurückliegenden 12 Monaten am meisten Freude in Ohr und Kopf bereitet hat:

Deftones Dendemann
Deftones
“Diamond Eyes”
Dendemann
“Vom Vintage verweht”
Broken Bells Big Boi
Broken Bells
“Broken Bells”
Big Boi
“Sir Lucious Left Foot…”
Blumentopf Tom Jones
Blumentopf
“Wir”
Tom Jones
“Praise and Blame”
Scumbucket Marteria
Scumbucket
“Sarsaparilla”
Marteria
“Zum Glück in die Zukunft”
The Roots The Dillinger Escape Plan
The Roots
“How I Got Over”
The Dillinger Escape Plan
“Option Paralysis”
Cee-Lo Green Sufjan Stevens
Cee-Lo Creen
“The Lady Killer”
Sufjan Stevens
“The Age Of Adz”
Gorillaz Dan Le Sac vs. Scroobius Pip
Gorillaz
“Plastic Beach”
Dan Le Sac vs. Scroobius
Pip

“The Logic of Chance”
The Black Keys Jónsi
The Black Keys
“Brothers”
Jónsi
“Go”

Wie immer erhebe ich hierbei keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass einiger 2010er Perlen erst in der Zukunft den Weg zu mir finden werden. War immer schon so, wird immer so sein!

In diesem Sinne ein tolles neues Jahr euch allen! Ohren auf!

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12 2010