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Tom Jones – Praise & Blame

Hin und wieder entdeckt der geneigte Musikliebhaber und –interessent Platten, die Sehnsüchte in Töne fassen, Melancholie greifbar machen und trotzdem versöhnlich und unbeschwert stimmen. In meinem Fall trifft das auf das Spätwerk von Johnny Cash, den Erstling von Philipp Poisel, sowie die gesammelten Werke von Sigur Ros zu.
Nun gesellt sich mit „Praise & Blame“ von Tom Jones ein weiteres Album in diese Liste ein. Der 70-jährige Waliser mit dem weltbekannten Timbre ist vielen wohl eher durch seine Discohits, wie dem mit dem deutschen Produzenten Mousse T. entstandene „Sex Bomb“ ein Begriff.
Nun also Praise & Blame. Die Platte, die Tom Jones der mit bürgerlichem Namen Thomas John Woodward heißt, schon seit seiner Zeit in Las Vegas aufnehmen wollte als er oft nach seiner regulären Show im Cesars Palace mit Elvis Preslay (der zur selben Zeit regelmäßig im International Hotel auftrat) in dessen Hotelzimmer Gospel Songs und Spirituals zum Besten gab. Tom Jones sagt, dass er und der King es liebten Gospel und Blues zu spielen, die Musik also, die die breite Öffentlichkeit und vor allem die Plattenfirmen von den beiden nicht hören wollte.

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Praise & Blame ist tatsächlich der wohl extremste Gegensatz zu dem, wofür Jones bislang stand. Bereits die recht düstere Version von Bob Dylans „What good am I“, welche die Platte einleitet zeigt einen Tom Jones, der alle Goldketten und alle Mousse T. Irrungen vergessen lässt. Das hier ist nicht Disco, das ist Blues, Gospel und eine Spur Rockabilly. Das ist nicht Discokugel und Synthiegeflirre, das ist Gitarre (E- und Akkustik), Percussion, Klavier und Banjo (auf dem absolut großartig anrührenden „Did Trouble Me“). Hier ist ein Mann zu hören, der niemanden auch nur irgendetwas zu beweisen hat. Eine einzigartige Stimme trifft auf eine minimalistische und dabei unglaublich atmosphärische Instrumentierung.
Dass die Platte dabei bisweilen stark an Johnny Cash‘s American Recordings – Reihe erinnert schmälert den Eindruck in keinster Weise. Vielleicht haben wir es ja auch hier mit dem Start einer ganzen Reihe zu tun. Ich persönlich hätte nichts dagegen.

Die wahrscheinlich anrührendste und trotzdem versöhnlichste und tröstlichste Platte des Jahres.

Mr. Tom Jones – mit diesem Album bin ich Ihr Fan!

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Tom Jones – “Did Trouble me” (Official video)

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29

08 2010

Scumbucket – Sarsaparilla

Wenn man über die neue die Scheibe von Scumbucket Sarsaparilla schreibt, kommt man an Blackmail nicht vorbei. Ich will es kurz machen. Das es Blackmail nicht mehr gibt ist sehr schade und ein herber Verlust für den deutschen Indierock. Getrennt haben sie sich, weil Aydo Abay sich von Kurt Ebelhäuser in seinem künstlerischen Spielraum nicht mehr unterdrücken lassen wollte, sagt er. So kann er sich nun mit Ken richtig austoben. Das Ergebnis der diesjährigen Erscheinung ist eher ernüchternd. Und so kann man fast schon froh sein, dass Aydo nicht mehr Einfluss auf den Klang von Blackmail hatte.

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Und nun zu Sarsaparilla: Beim ersten Durchhören war ich zunächst entäuscht. Irgendwie wollte sich mir dieses Album nicht erschließen. Im Vergleich zum Vorgänger-Überalbum Kiss than Kind wirkte es sperriger, weniger zugänglich. Es hat nicht diesen leicht poppigen Hauch und auch nicht diesen Mitsing-Hymnen-Charakter. Aber nach mehrmaligen Hören entpuppt sich Sarsaparilla als eines jener Alben, dass mit jedem weiteren Hören wächst und wächst.
Es ist bestimmt und kommt mit dem ersten Titel Starring ar open Skies sofort auf den Punkt: absolut bombastischer und ein alles überrollender Titel. Es gibt dann im Verlauf des Albums einen Chor (”Fear falls on Deaf Ears”) und auch einen Chor zusammen mit Bläsern (”Call me Anyone”), die dann sehr an Blackmail erinnern. Allerdings lässt sich bei diesen beiden Titeln erkennen, dass Scumbucket die besseren Blackmail waren und sind.
Scumbucket haben ein Album veröffentlicht, welches sich immer wieder in unregelmäßigen Abständen durch seinen eigenen Charakter in Erinnerung bringt, wieder einmal gehört werden zu wollen, um dem geneigten Hörer wissen zu lassen: so wird das gemacht.

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07 2010

The Pharcyde – Labcabincalifornia

Labcabincalifornia ist das zweite Studioalbum der Westküstenrapper Fatlip, Bootie Brown, Imani und Slimkid 3, auch besser bekannt als The Pharcyde, und erschien 1995 über Delicious Vinyl – also wieder einmal eine “Oldschool – Platte”. Auch wenn ihr erstes Album “Bizarre Ride II the Pharcyde” in den Charts erfolgreicher war und sogar Goldstatus erreichte, so ist der Nachfolger für mich das bessere, ja sogar das beste Album von The Pharcyde.

Das liegt vor allem an der Geschlossenheit, kann man das Album nämlich von vorne bis hinten durchhören ohne auch nur eine Sekunde daran zu denken einen Titel zu überspringen. Die Produktion ist Dank J Dilla und Diamond D ausgereifter, komplexer und herrlich entspannt. Das perfekte Album zum Thema “Sommer, Sonne, Sonnenschein”. Aber auch wiederum für die grauen Tage, um gute Laune zu tanken. Ein Klassiker vom Feinsten und der beste Beweis dafür, dass Westküstenrap nicht immer “…Attitüde knallhart…” ist.

Und wer nicht genau weiß wer The Pharcyde sind, der schaue sich doch mal dieses Video hier an.

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15

06 2010

Blumentopf – Wir

Wir schreiben den 4. Juni 2010 und Blumentopf, Münchens bester Musik-Export veröffentlicht nach diversen Soloalben sein 6. Album in kompletter Besetzung. WIR heißt das Werk und rief ob des vorab veröffentlichten Titeltracks erst einmal Zweifel hervor. Zu sehr auf Live-Umsetzung getrimmt kommt das Stück daher und schlägt dabei musikalisch in die gleiche Kerbe wie Dendemann auf seinem jüngsten Album. Das bedeutet, dass die klassisch trockenen Samples Gitarrensounds weichen mussten, was den 5 aus der bayrischen Hauptstadt nicht ganz so gut zu Gesicht steht, wie dem Reibeisenstimmenmann aus der Hansestadt. Die zweite Vorabveröffentlichung „Taschen voller Sonnenschein“ machte jedoch, trotz ähnlicher musikalischer Ausrichtung dann schon wieder mehr Spaß und mit dem jüngsten, extrem dicken Juice-Exclusive „Laut“ war die Vorfreude auf das Album auf dem Zenit angekommen.
Genauso, wie die Wartezeit auf das Album ablief, lässt sich dann auch das Album an. Tatsächlich beginnt das ganze reichlich gitarrenlastig und lässt musikalisch so einiges vermissen, was ich so an Blumentopf liebe. Wo sind die Beats, wo die Cuts? Sie sind alle noch da, lassen jedoch etwas auf sich warten aber SPÄTESTENS ab Track 5 bin zumindest ich wieder absolut versöhnt, denn dass was nach dem anfänglichen Ausflug in neue musikalische Gefilde kommt, ist wie gewohnt dickstproduziertes Kopfnick-Material mit Vocalcuts, Samples und allem was gut ist in „Nichtelektrorapland“.

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Textlich zeigen die Jungs vom Topf ab Track 1, warum sie auch im 18. Jahr des Bandbestehens zum absolut Besten und Unterhaltsamsten gehören, was Hip Hop Deutschland neben Dendemann zu bieten hat. Man beginnt sich unweigerlich zu fragen, wieso viele MCs der letzten Jahre trotz extrem kleinem thematischen Kosmos so schlechte Texter sind, während Holunder, Cajus, Roger und Schu eine Vielzahl von Themen so ansprechend in Worte kleiden ohne dabei an Style und Flow einzubüßen. Ich empfehle im Übrigen zur Special Edition zu greifen, da die Bonus CD einige Perlen bereithält und alleine die darauf enthaltenen mit „Lost Files“ betitelten Songschnipsel wesentlich gehaltvoller und smarter sind als alles, was Aggro, Ersguterjunge und Co. während ihrer gesamten Labelgeschichte so zu Geld gemacht haben.

Erst Vom Vintage verweht, jetzt Wir und dann erwartet uns noch ein neues Marteria- Album – ein großartiges Jahr für Rap aus heimischen Gefilden.

Blumentopf – “Wir (Special Edition Dopple CD inkl. 24 Seiten Booklet)hier bestellen

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06 2010

Street Sweeper Social Club – No Rage but Against the Machine

Hinter dem Street Sweeper Social Club verbergen sich Tom Morello, Rage Against The Machine’s und Audioslave’s Gitarrenmagier und bekennender Sozialist und Boots Riley seines Zeichens Kommunist und The Coup – MC. Zusammen schicken sie sich an Ihre politischen Überzeugungen in Musik zu gießen. Entsprechend drehen sich die Songs des Mitte 2009 erschienenen selbstbetitelten Debutalbums des Projekts textlich ausnahmslos um Themen wie soziale Ungerechtigkeit, verantwortungslose Politik und ein korruptes Finanzsystem. Musikalisch groovt sich das alles in bester Rage Against The Machine – Manier in Ohr und Nacken und macht erneut deutliche welch riesigen Einfluss Tom Morello anscheinend auf den Sound von RATM und Audioslave hatte. Wo Morello draufsteht ist Morello drin.

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Haben wir es also hier nur mit einer RATM – Platte ohne Zac De La Rocha zu tun? Mitnichten. Zwar ist das hier wie bereits gesagt der typischen Rage-Sound, gerappt wird auch, und hochpolitisch geht es auch die ganze Zeit zu. Jedoch unterscheidet sich Boots Riley in 2 Punkten signifikant von Zac De La Rocha. Zum einen kann er wirklich gut rappen, etwas das man De La Rocha bei allem Respekt nie wirklich attestieren konnte. Zum anderen klingt er weit weniger wütend als Morello‘s früherer Wortführer. Boots Riley schreit nicht, wie es Zac De La Rocha tat, er bleibt immer in erster Linie MC. Ein zweischneidiges Schwert wie ich finde, denn so wird die Platte nie anstrengend, jedoch bleibt beim kompletten Durchlauf auch recht wenig im Gedächtnis hängen. Erst beim punktuellen Entdecken der Scheibe findet sich die eine oder andere Perle.

Crossover weiss auch mit dem Street Sweeper Social Club nicht auf Albumlänge zu fesseln. Aber in kleineren Dosen genossen (hin und wieder mal 1-2 Songs) weiß das Ganze sehr zu gefallen, zur Aufwertung der nächsten Party-Playlist ist’s ob des großen Kopfnick- und Arschwackel-Faktors ohnehin mehr als geeignet! Kaufen, Dosierungshinweise beachten und Spass haben!

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24

05 2010

Deftones – Diamond Eyes – Die Zweite Meinung

So nun muss auch ich mal meinen Senf zum kürzlich erschienenen 6. Studioalbum der glorreichen 5 aus Sacramento abgeben. Aber zu allererst mal meine bescheidene Meinung zur oft geschriebenen Einschätzung die Deftones hätten sich „zum Glück“ auf Diamond Eyes wieder dem Sound des 2000er Meisterwerks White Pony angenähert. Dies, liebe Kollegen von der Schreibenden Zunft impliziert, dass die Alben Deftones (2003) und Saturday Night Wrist (2006) eher negativ aus dem Katalog der Band herausstechen, was definitiv nicht so ist. Auf dem Selbstbetitelten 03er Werk findet sich schließlich mit „Minerva“ der größte Song aller Zeiten und Saturday Night Wrist ist faktisch eine Sammlung von Hymnen.

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Aber zurück zum aktuellen Album, dem ersten Album nach dem tragischen Unfall von Bassist Chi Cheng. Und was für ein Album Diamond Eyes geworden ist… Was die beiden vorab veröffentlichten Songs „Rocket Skates“ und der Titeltrack „Diamond Eyes“ bereits erahnen und hoffen ließen wird hier noch bei weitem getoppt. Chino Moreno singt sich buchstäblich die Seele aus dem Leid und musikalisch geht es weit weniger experimentell zu als noch auf dem Vorgänger. Die Kalifornier schaffen es erneut Momente absoluter Erhabenheit zu kreieren, nachzuhören auf dem famosen „Beauty School“ oder dem übermächtigen „Royal“. Und so strotzt die Platte vor Momenten überwältigender Schönheit, verlangt allerdings im Gegenzug, dass man ihr genau zuhört und ein gehöriges Maß an Aufmerksamkeit schenkt. Das ist nichts für Nebenbei aber das sind Klassiker ja selten. Definitiv eine der Platten des Jahres und Stand Mai 2010 heißester Anwärter auf den alleinigen Titel.

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05 2010

Beastie Boys – Check Your Head

Der erste Kontakt mit den Beastie Boys wurde über MTV hergestellt. “No Sleep till Brooklyn” und natürlich “You Gotta Fight For Your Right” haben schön losgefetzt und Geschmack auf mehr gemacht. Und dann hörte man, als Lückenfüller, die ersten 3 oder 4 Stücke von Check Your Head auf einer Kassette eines Kumpels und war wie vor den Kopf gestoßen. Bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit stieg man dann in den Bus und fuhr in die Stadt, um die CD zu kaufen und das Ganze sein Eigen zu nennen.

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Das war schon überwältigend was man da zu hören bekam. Diese unglaublich kompakte und wuchtige Musik, die irgendwie alles miteinander verband was es an Stilen gab. So etwas hatte das blutjunge und ungeschulte Ohr noch nie in seinem Leben wahrgenommen. Da hört man Orgeln, klirrende Weingläser, knarrende Türen, wildes Plattengekratze, Schlagzeug, Saxophon, Gitarren und Sprechgesang. Das wird dann alles so miteinander kombiniert, dass man Bauklötzer staunt. Das muss man erstmal verarbeiten können. Das wurde dann auch gemacht, indem die gute Scheibe auf absoluter Hochrotation lief. Irgendwann verstand man dann auch die Texte und alles wurde nur noch besser.
Check Your Head ist das stärkste Album der Beastie Boys. Ein absolutes All-Time-Favorite!

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21

05 2010

The Knux – Remind me in 3 days

The Knux bereiten mit Bass, Gitarre, Schlagzeug, Keyboard und einer programmierbaren Rechnereinheit den wohl entspanntesten Cappuccino seit es Mokka mit Schlagobers gibt. Dabei spielt es keine Rolle ob man sich “Remind me in 3 days” nur am Vormittag gönnt, da es nach 12 Uhr von Engstirnigen nicht gerne gesehen wird. The Knux grooven handegemacht nach vorne. Sie lassen einen schwerwiegenst den Kopf nicken und treiben teilweise mit derbsten Breakbeats nach vorne. Das kommt unglaublich cool rüber ohne arrogant oder aufgesetzt zu wirken.

The Knux

The Knux lassen einen alten Head aufatmen und hoffen. Kein Timbaland-Beat ist zu hören, der seit mindestens 10 Jahren von fast allen Produzenten und Rappern genutzt wird, um vermeintlich Erfolg zu haben. Kein Autotune, kein Gangstergehabe, kein Bling, keine Bitches. HipHop aus den Südstaaten ohne die bekannten Platitüden. Dass man das noch erleben darf.

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16

05 2010

Deftones – Diamond Eyes

Die Deftones legen mit “Diamond Eyes” ihr sechstes Studioalbum vor und beweisen wieder einmal ihre Sonderstellung im Bereich des Metal bzw. Rock. Chino schmachtet, leidet und kreischt vom Feinsten. Dazu moshen, grooven, klimpern und prügeln die Bandkollegen in absolut herrlichster Deftonesmanier.
Deftones - Diamond Eyes

Die Deftones haben ein wunderbar solides Stück Kohlenstoff mit der notwendigen Härte, Dichte, Dispersion, Refraktion und einer kleinen Unreinheit, zu einem wunderbaren Brillanten geschliffen.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen PUNKT!

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05 2010

The Dillinger Escape Plan – Option Paralysis

Was ist den nur im harten Rock los? Nachdem im letzten Jahr die Alben von Mastodon, Baroness und Poison the Well für offene Münder sorgten kommen nun The Dillinger Escape Plan mit ihrem neuen Album „Option Paralysis“ um die Ecke und blasen einen förmlich um. Die 5-köpfige Band aus New Jersey zeigt auf ihrem 4. Album im 13. Jahr des Bestehens wie komplex harter Rock im Jahr 2010 sein kann. So folgen melodische und großartig arrangierte Passagen auf kompromisslose Mathcore / Chaoscore / Grindcore-Einlagen.

Dillinger Escape Plan - option paralysis

Diese ständige Achterbahnfahrt sorgt dafür, dass die Melodischen Passagen neben den Wasauchimmer-Core – Abschnitten noch raffinierter und erhabener wirken und umgekehrt die Hau-Drauf-Momente durch die sehr musikalischen Augenblicke an Kompromisslosigkeit und Aggressivität gewinnen. Bestes Beispiel hierfür ist das großartige „Widower“, welches als klavierinstrumentierte Ballade zu beginnen scheint, sukzessive an Härte gewinnt und schließlich in einem grandiosen Ausbruch gipfelt, um dann wieder langsam abzuklingen. Absolut majestätisch. Greg Puciato singt, schreit und wütet sich so vor atmosphärisch dichten Soundwänden durch die 10 neuen Songs um den Hörer am Ende sprachlos, erschöpft und begeistert zurückzulassen! Eine sehr atmosphärische, vielschichtige und einfach tolle Platte!

The Dillinger Escape Plan – “Option Paralysis” hier bestellen!

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04 2010