Juli 2010: Erste Ankündigung, dass die Beatsteaks im Juni 2011 die Wuhlheide beehren würden, Tickets gekauft und fast ein Jahr lang gewartet und vorgefreut.
Dann, am vergangenen Wochenende, war es endlich soweit. Die vermutlich coolste Rockband aus deutschen Landen bat zum Heimspiel und viele folgten dem Ruf. Schließlich eilt den 5 Berlinern der Ruf voraus eine exzellente Live-Band zu sein. Während sich die nach einer mittelmäßigen Biermarke benannte Parkbühne in der Wuhlheide füllte schickten sich Kitty Daisy & Lewis nebst Live-Verstärkung an den Abend zu eröffnen. Ihr eigenwilliger Mix aus 40er/50er Country und Rock’n’Roll mit Ska-Anleihen wusste dabei definitiv zu gefallen.
Nach kurzer Pause beschallt durch Gassenhauer von Presidents Of The United States Of America, den Lemonheads und anderen wurde die Umbaumusik plötzlich merklich lauter. Queen dröhnte aus den Boxen, gefolgt von Depeche Modes “Just can’t get enough”, welches nach kurzer Zeit durch den Sound einer Explosion abrupt beendet wurde. Bernd Kurtzke, Thomas Götz, Torsten Scholz, Peter Baumann und Arnim Teutoburg-Weiß stürmten die Bühne und begannen mir “Big Attack”, dem Operner des 2004er Albums “Smack Smash” ein Konzerterlebnis, das keine Fragen offen lassen sollte. Die Berliner nahmen ihr Publikum mit auf eine Reise quer durch ihren kompletten Backkatalog, inklusive einiger Ausflüge in angedeutete Coverversionen, einer gebremsten “nur-Gitarre-und-Gesang-Version” von “Bullets From Another Dimension”, Eurodance-Scharmützel und vielen kleinen musikalischen Gimmicks. Neben den vielen großartigen Songs begeisterten die Beatsteaks durch witzig-sympathische Ansagen & Respektsbekundungen an das berliner Publikum, nette Spielereien auf/mit der Videowand hinter der Bühne, kolossale Discokugeln, Pyro-Effekte und finalem Konfetti-/Luftschlangenregen. Die Band hatte von der ersten bis zur letzten Minute sichtlich großen Spaß auf der Bühne.
Auf Seiten des Publikums dankte man es ihr durch nahezu ununterbrochenes Mitsingen sämtlicher Songs, diverser Laolas, Feuerzeuge (wann immer es angebracht schien), Mitgeklatsche, Moshpits nebst bengalischem Feuer (toll und erstaunlich, dass hierbei nichts passiert zu sein schien) und einer rundum fantastischen Stimmung.
Der ganze Abend war eine Liebeserklärung ans Musikmachen, ans Musikhören, an die Beatsteaks, an die Fans, an Berlin. Perfektes Konzert, nur Demons Galore hab ich vermisst. Morgen heißt es dann wieder: Karten kaufen, denn im Dezember kommen sie zum nächsten Heimspiel.
PS: Das Finale nacherleben geht beispielsweise hier!