Archive for the ‘Allgemein’Category

The Thermals – Personal Life

Bis zum 10. September ist nicht mehr allzu lange hin, aber für alle Ungeduldigen sei hier der Link angepriesen, welcher das neue Album Personal Life der The Thermals bereithält.

The Thermals_

Die Hoerboten wünschen viel Spaß beim Vorhören.

Tags: ,

31

08 2010

Tom Jones – Praise & Blame

Hin und wieder entdeckt der geneigte Musikliebhaber und –interessent Platten, die Sehnsüchte in Töne fassen, Melancholie greifbar machen und trotzdem versöhnlich und unbeschwert stimmen. In meinem Fall trifft das auf das Spätwerk von Johnny Cash, den Erstling von Philipp Poisel, sowie die gesammelten Werke von Sigur Ros zu.
Nun gesellt sich mit „Praise & Blame“ von Tom Jones ein weiteres Album in diese Liste ein. Der 70-jährige Waliser mit dem weltbekannten Timbre ist vielen wohl eher durch seine Discohits, wie dem mit dem deutschen Produzenten Mousse T. entstandene „Sex Bomb“ ein Begriff.
Nun also Praise & Blame. Die Platte, die Tom Jones der mit bürgerlichem Namen Thomas John Woodward heißt, schon seit seiner Zeit in Las Vegas aufnehmen wollte als er oft nach seiner regulären Show im Cesars Palace mit Elvis Preslay (der zur selben Zeit regelmäßig im International Hotel auftrat) in dessen Hotelzimmer Gospel Songs und Spirituals zum Besten gab. Tom Jones sagt, dass er und der King es liebten Gospel und Blues zu spielen, die Musik also, die die breite Öffentlichkeit und vor allem die Plattenfirmen von den beiden nicht hören wollte.

Tom_Jones_praise_and_blame

Praise & Blame ist tatsächlich der wohl extremste Gegensatz zu dem, wofür Jones bislang stand. Bereits die recht düstere Version von Bob Dylans „What good am I“, welche die Platte einleitet zeigt einen Tom Jones, der alle Goldketten und alle Mousse T. Irrungen vergessen lässt. Das hier ist nicht Disco, das ist Blues, Gospel und eine Spur Rockabilly. Das ist nicht Discokugel und Synthiegeflirre, das ist Gitarre (E- und Akkustik), Percussion, Klavier und Banjo (auf dem absolut großartig anrührenden „Did Trouble Me“). Hier ist ein Mann zu hören, der niemanden auch nur irgendetwas zu beweisen hat. Eine einzigartige Stimme trifft auf eine minimalistische und dabei unglaublich atmosphärische Instrumentierung.
Dass die Platte dabei bisweilen stark an Johnny Cash‘s American Recordings – Reihe erinnert schmälert den Eindruck in keinster Weise. Vielleicht haben wir es ja auch hier mit dem Start einer ganzen Reihe zu tun. Ich persönlich hätte nichts dagegen.

Die wahrscheinlich anrührendste und trotzdem versöhnlichste und tröstlichste Platte des Jahres.

Mr. Tom Jones – mit diesem Album bin ich Ihr Fan!

YouTube Preview Image
Tom Jones – “Did Trouble me” (Official video)

Tom Jones – “Praise & Blame” hier bestellen!

29

08 2010

Kinderzimmer Productions die Letzte…2010

Kinderzimmer Productions haben im September bekanntgegeben, den Entschluss gefasst zu haben sich aufzulösen. 2009 erschien ein Mitschnitt ausgewählter Stücke des Abschiedkonzertes von 2008.
Nun schrieben wir ja seit einigen Monaten das Jahr 2010 und denkt an nichts böses, da kommt plötzlich eine E-mail von Nicht-mehr-Existierenden und verkündet: ”

Hallo zusammen,

Es gibt Kinderzimmer immer noch nicht wieder, aber hören kann man uns trotzdem.
Wir hatten leichtsinniger Weise verlauten lassen: Wenn wir ein Orchester bekommen, spielen wir noch mal und FM 4 hat das hinbekommen. Kinderzimmer Productions spielt mit dem Radio-Symphonieorchester des ORF. Oder umgekehrt, schließlich stehen hier 70 Recken des RSO vier KP-Kameraden gegenüber (Jürgen Schlachter das Tier an den Drums und Oli Prechtl am Flügel und an der Celesta sind mit dabei).

Dieses Konzert kann man nur noch bis zum 21.August unter dem folgenden Link anschauen.

Viel Spaß

Tags:

15

08 2010

Du hast schöne Schuhe an – No homo!

Rapper sind teilweise schon eine sonderbare Sorte Mensch. Das dürfte hinlänglich bekannt sein und bedarf keiner weiteren Erklärung. Auf eine Sache möchte ich aber gerne hinweisen, weil sie einfach zu abstrus ist.
Viele Rapper sind ja böse Gangster, der Eine mehr, der Andere weniger. Darüber gibt es unter den Rappern unterschiedliche Meinungen. “Ich bin besser als du” gehörte schon immer dazu. Um dies zu untermalen wurde und wird beleidigt was das Vokabular des Einzelnen so hergibt. Es ist wichtig zu wissen, dass sehr viele Rapper selbstverständlich unglaublich erfolgreich bei Frauen sind. Logisch, sie sind ja Bösewichte. Und weil sie Bösewichte sind, sind sie auch heterosexuell. Die schlimmste Beleidigung ist jene, mit der man den Konkurrenten als schwul bezeichnet. Denn Gangster sind nun mal harte Jungs und deswegen nicht schwul. Klar. ABER: Um es dem Feind so richtig zu geben, wurden sie verbal in den Arsch gefickt. Oder es wurde der Schwanz gelutscht und so weiter. Bisher ist noch keiner der Rapper auf die Idee gekommen, dass das irgendwie suspekt ist. Zumndest sind sie in Deutschland noch nicht so weit.

In den USA, natürlich, schon. Hier gibt es zwei kleine Worte, die verhindern sollen, dass man denken könnte, der Rapper sei schwul. Aktuellstes Beispiel Kanye West, wer auch sonst, zusammen mit Rihanna und Jay-Z im Titel “Run this Town”:
“Its crazy how you can go from being Joe Blow, to everybody on your d-ck, no homo…”

Herrlich! Interessanter Weise war es Kanye, der sich darüber beschwert hatte, dass es im HipHop zu homophob zuginge und meinte, dass man dieses hassen auf Schwule sein lassen solle! Unser Kanye wieder.

Weiter gehts. Auch Lil’ Wayne wies in seinem Song “Lollipop” am Anfang darauf hin, diese Aussage sei: No homo! Und aus einem anderen Titel: “…i love my niggaz, no homo…”

Es geht noch weiter. Mit der Aussage “No Homo” ist es nicht getan. Wird eine Aussage getroffen, die schwul klingt, sich aber davon nicht augenblicklich distanziert, ist der Gesprächspartner in der Pflicht darauf hinzuweisen, um festzustellen, ob derjenige schwul ist oder nicht. Dazu muss er “Pause” sagen.

Es ist so geil! Um das ein wenig zu verdeutlichen sei hier ein Dialog aus der Serie The Boondocks zitiert, die sich seit nunmehr 3 Staffeln mit afro-amerikanischen Stereotypen beschäftigen:

Riley: Pause! You said something gay, so you’ve gotta say “no homo,” or you’re a homo.

Granddad: I’m not saying “no homo.” All I said was I’m going to give him everything I’ve got.

Riley: Pause, Granddad! That is gay, and you’ve gotta say “no homo.” How am I supposed to know you’re not a homo, Granddad, if you don’t say “no homo.”

Ich bin mal gespannt wann deutsche Rapper auf den Zug springen und damit anfangen. Aber so wirklich sehe ich das nicht kommen.

13

08 2010

Bobby Hebb gestorben!

Jeder kennt “Sunny” und zumindest ich kenne keinen, der den Song nicht mag. Jenes tolle Sommerlied, welches Bobby Hebb vor dem Hintergrund des 22. Novembers 1963 schrieb, dem Tag, an dem John F. Kennedy erschossen und Hebbs älterer Bruder erstochen wurde. Das Lied sollte als heiterer Gegenpol zu den Ereignissen dieses Tages verstanden werden und wurde ein weltweiter und vielgecoverter Hit. den selbst Boney M. mit ihrer eher schlechten Version nicht zu zerstören wussten.

YouTube Preview Image

Ein Song so groß, dass alle weiteren Songs, die Bobby Hebb schrieb nebem ihm verblassten. Heute würde man wohl von einem One-Hit-Wonder sprechen.

Bobby Hebb verstarb am 3.8.2010 72-jährig in seiner Heimatstadt Nashville.

“…Sunny … yesterday my life was full of rain…”

V.A. – “Sunny – A Collection Of Various Interpretations Of…” hier bestellen!

04

08 2010

Marteria – Zum Glück in die Zukunft Snippet

Marteria fährt zu seinem kommenden Album Zum Glück in die Zukunft die ganz dicke Promotionschiene. Nach bereits zwei vorab veröffentlichten Videos zu Endboss und Verstrahlt, kann man sich nun das Snippet als Riesenappetizer anhören. Yammie!!! Die hoerboten können es kaum erwarten bis das Album draußen ist!

Tags:

03

08 2010

The Roots – Neues Video

The Roots veröffentlichen mit The Fire ein zweites Video zu ihrem neuen Album How i got over. Alles ganz schön Moll.

Tags: ,

27

07 2010

Marteria – Verstrahlt Video

Hier ist sie, die zweite Dosis Marteria. Diesmal ein sehr poppiges und charttaugliches Lied. Also wenn er damit keinen Erfolg hat, dann weiß ich auch nicht mehr. Viel Spaß.

26

07 2010

Scumbucket – Sarsaparilla

Wenn man über die neue die Scheibe von Scumbucket Sarsaparilla schreibt, kommt man an Blackmail nicht vorbei. Ich will es kurz machen. Das es Blackmail nicht mehr gibt ist sehr schade und ein herber Verlust für den deutschen Indierock. Getrennt haben sie sich, weil Aydo Abay sich von Kurt Ebelhäuser in seinem künstlerischen Spielraum nicht mehr unterdrücken lassen wollte, sagt er. So kann er sich nun mit Ken richtig austoben. Das Ergebnis der diesjährigen Erscheinung ist eher ernüchternd. Und so kann man fast schon froh sein, dass Aydo nicht mehr Einfluss auf den Klang von Blackmail hatte.

scumbucket

Und nun zu Sarsaparilla: Beim ersten Durchhören war ich zunächst entäuscht. Irgendwie wollte sich mir dieses Album nicht erschließen. Im Vergleich zum Vorgänger-Überalbum Kiss than Kind wirkte es sperriger, weniger zugänglich. Es hat nicht diesen leicht poppigen Hauch und auch nicht diesen Mitsing-Hymnen-Charakter. Aber nach mehrmaligen Hören entpuppt sich Sarsaparilla als eines jener Alben, dass mit jedem weiteren Hören wächst und wächst.
Es ist bestimmt und kommt mit dem ersten Titel Starring ar open Skies sofort auf den Punkt: absolut bombastischer und ein alles überrollender Titel. Es gibt dann im Verlauf des Albums einen Chor (”Fear falls on Deaf Ears”) und auch einen Chor zusammen mit Bläsern (”Call me Anyone”), die dann sehr an Blackmail erinnern. Allerdings lässt sich bei diesen beiden Titeln erkennen, dass Scumbucket die besseren Blackmail waren und sind.
Scumbucket haben ein Album veröffentlicht, welches sich immer wieder in unregelmäßigen Abständen durch seinen eigenen Charakter in Erinnerung bringt, wieder einmal gehört werden zu wollen, um dem geneigten Hörer wissen zu lassen: so wird das gemacht.

Scumbucket – “Sarsaparilla” hier bestellen!

Tags: ,

26

07 2010

Ein Jahr Hoerboten!

Die Hoerboten haben vor einem Jahr das Licht der Welt erblickt. Seit dem hat es viel Spaß gemacht euch unsere, überwiegend, musikalischen und cineastischen Vorlieben vorzustellen und vielleicht auch schmackhaft zu machen.
Wir danken natürlich Gott, unseren Müttern und euch, unseren treuen Fans. Ohne euch wäre das alles hier nicht möglich gewesen! Ein besonderes Dankeschön geht an die Gastautoren, die uns mit ihren Beiträgen tatkräftig unterstützt haben.
Wenn das Wetter, in leider absehbarer Zeit, nicht mehr so herrlich ist wie in diesem Monat, wird die Schlagzahl der Veröffentlichungen wieder erhöht, versprochen. Wir freuen uns auf ein weiteres Jahr Hoerboten mit und für euch!
Bis dahin: genießt den Sommer, behaltet einen kühlen Kopf!

Eure Hoerboten

22

07 2010