Blumentopf – Wir – Die zweite Meinung
Ohne Frage, rappen können sie, diese „Blumentopf“. Das kann man ihnen nicht streitig machen. Aber trotzdem haben sie nach „Großes Kino“ nicht mehr überzeugt, mit der Ausnahme „Manfred Mustermann“. Nun haben sie „Wir“ veröffentlicht und ich frage mich: Warum? Zugegeben, ich habe das Album erst einmal versucht durchzuhören, was mir nicht gelungen ist. Das klingt mir alles zu sehr nach Bierzelt und BWL-Studenten alá Sportfreundfreunde Stiller. Schön alles auf Mitgrölen getrimmt. Bestes Beispiel ist da „Solala“: man sieht quasi schon DJ Irgendwer beim nächsten Dorffest den Regler rauf und runter schieben, um die Hook rauszunehmen, damit alle herrlich Besoffenen „Sooolaalaaaa“ brüllen.
Mir vermittelt das Album den Eindruck, als ob die alten Herren versuchen auf cool zu machen, um den Anschluss an der Jugend nicht zu verlieren. Fast schon so wie Fettes Brot. Das ist keine Entwicklung die der Band entspricht. Uninspiriert auf einen Trendzug aufspringen ging in den seltensten Fällen gut.
“…klingt alles zu sehr nach Bierzelt und BWL-Studenten…” … dein Ernst?
bierzelt, mitgrölen und fettes brot seh ich genauso. ein – für mich – überflüßiges album!
Einige Songs sind in der Tat sehr auf die Live-Präsentation getrimmt, wenn man das Live-Standing der Band berücksichtigt wundert das auch wenig. Wieso das per se was Schlechtes sein soll (vor allem, da die Anzahl dieser Stücke echt überschaubar bleibt) versteh ich allerdings nicht, muss ich aber auch nicht. Wer halt eher auf Sitz-Konzerte mit dezentem Applaus oder qua Selbstwahrnehmung hoch intellektueller Spex-Leserschaft im Publikum steht mag das so sehen ;-p ?