J Dilla – The Greatest

Am 10. Februar verstarb J Dilla, DER HipHop Produzent überhaupt. In Gedenken an sein Wirken und Schaffen hat ?uestlove auf Hot97 ein einstündiges Dilla Set aufgelegt.
Anzuhören hier:

Am 10. Februar verstarb J Dilla, DER HipHop Produzent überhaupt. In Gedenken an sein Wirken und Schaffen hat ?uestlove auf Hot97 ein einstündiges Dilla Set aufgelegt.
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“Ain’t got no jewelry on still i’m shinin’ hard”
ScHoolBoy Q präsentiert mit Habits & Contradictions inhaltlich nichts was man nicht schon zu Haufe von einem Rapper aus den Staaten um die Ohren gehauen bekommen hat: natürlich Drogenkonsum und -handel, Party und Frauen, vornehmlich mit dicken Ärschen, die es zu f***en gilt und Gewalt und CashMoneyyy.
Und trotzdem feiere ich das Album. Das liegt in erster Linie an der Produktion sowie der Art und Weise der Textpräsentation. Beides ist wunderbar abwechlungsreich. Es erinnert manchmal an Tyler the Creator, ist aber doch sympathischer, weil es nicht übertrieben affig ist.
Die Produktionen variieren von teilweise anstregenden Synthiesounds (Sex Drive), schön schweren und schleppenden Beats (Oxy Music) über klassischen BoomBap (Raymond1969 fantastisches Portishead Sample) hin zu abstrakten Klängen (Sexting), und es geht auch fantastisch verträumt (There he go – mit exzellenten Klavier- und Saxophonsamples).
Dazu kommen noch die sehr unterschiedlichen Rap-Styles entsprechend zu den Produktion: schön böse und rauh, mal mit leichtem Sing-Sang, mal bischen einlullend und “druff” und dann auch einfach mal in Spoken-Word Manier.
Smart MC, seines zeichens Rapper bei den Phalluskindern aus Dresden, hat einen Solotrack veröffentlicht. Den sollte man sich mal anschauen:
und darf man sich auch offiziell legal herunter laden…”für den Walkman”.
Gestern Abend gab es richtig echten HipHop vom Herzen für die Köpfe. Den ganz realen und ehrlichen Scheiß gab es zu hören. HipHop von jemanden der es offensichtlich wirklich schwer gehabt haben muss in seinem Leben. HipHop von jemanden präsentiert, der diese Musik als ein Medium versteht, um Menschen zusammenzubringen. Word!
Ein durchaus sympathischer Guilty Simspon war im Alten Wettbüro anzutreffen, welcher gerne mal zwischendurch mit dem Publikum anstieß. Es war ein sehr persönliches Konzert. Das lag vor allem daran, dass man Guilty Simpsom tatsächlich akustisch und vor allem inhaltlich verstanden hat. Das ist ja nicht wirklich immer der Fall. So hat er dann auch seine wohl persönlichsten Titel gespielt: “Ode to the Ghetto”, “This is a man’s world”…
Lustig war seine Lobhudelei auf Deutschland: “Nichts wäre so wie man es ihm prophezeit hätte…es ist alles ganz toll hier…würde er jetzt zu Hause erzählen, dass Deutschland fetzt…”. Ebenso putzig waren seine ausgefadeten Selbstechos, mit denen er teilweise seine Lieder beendete.
Interessant dagegen seine Nachfragen wer denn überhaupt Guilty Simpson, J Dilla oder Madlib kennen würde. Bei denen die sie nicht kennen würde wäre das nicht schlimm, so könnten diejeniegen die sie kennen den anderen Unwissenden näher bringen. Bisschen überrascht war ich dann als sich dann doch der ganze dreiviertelgefüllte Saal zu Wort meldete. Aber so richtig wollte er es trotzdem nicht glauben.
So symphatisch und angenehm es auch war ein bisschen mehr Professionalität hätte ich nir dann doch gewünscht. Denn 45 Minuten Auftritt sind nicht besonders pralle, vor allem auch dann nicht wenn gefreestyled wird, damit der schlecht vorbereitete DJ die Beats finden konnte. Die Setlist war nicht fertig. Kann passieren, sollte es aber nicht. Nun gut.
Gelohnt hat es auf jeden Fall. Schon alleine wegen den fantastischen Beats von Dilla und Madlib. Schöner Abend.
Das hat er auch gespielt. Bitte laut machen, wirklich!
Ab Februar tourt Scroobius Pip durch Europa. Satte 4 Termine stehen auch in Deutschland an:
03.03.12 Hamburg, Ue & Gef.
04.03.12 Berlin, Cassiopeia
05.03.12 Stuttgart, Universum
06.03.12 Köln, Studio 672.
Hingehen! Das ist ein Befehl! Und:
Das Jahr DER Comebacks und Reunions…Refused, At The Drive-In und nun auch noch ein neues Album der alten Helden Die Coolen Säue.
Am 27.01.2012 wird das neue Album Silber veröffentlicht. Schon zum einmal häppchenweisen Reinhören ein Snippet.
Ein All-Time-Favorite, ein Klassiker, ein Meilenstein. Die Definition von Style und Coolness. Das, was so viele zwanghaft versuchen zu erreichen und dabei kläglich scheitern.
Quasimoto ist ein Phänomen. Vielmehr ist Madlib ein Phänomen, dem mittels des hier vorgestellten Albums gehuldigt werden soll. Madlib ist einer der besten Produzenten im HipHop. Daneben mag er auch das Rappen, allerdings seine Stimme nicht. Um nicht mehr wie Barry White zu klingen hat er einfach seine Stimme hochgepitcht und klingt beinahe wie ein Chipmunk der gerade einen Spacecookie gegessen hat.
Das Rappen hat Madlib eigentlich nur zum Spaß gemacht und Freunden auf Tapes aka Kassette gegeben. Auf geheimnisvollen Wegen bekam Peanut Butter Wolf (Gründervater von Stones Throw Records) so eine Kassette in die Finger und war begeistert. Er bekniete Madlib mehr Songs aufzunehmen. So richtig wollte er nicht, hat es dann aber doch gemacht.
Sein Debutalbum The Unseen hat er zusammen mit Madlib innerhalb einer Woche während eines Pilzgelages aufgenommen. Interessanter Weise wurde Quasimoto noch nie mit einer Person in einem Raum zusammen gesichtet, weswegen er auch The Unseen genannt wird.
The Unseen ist ein einzigartiges HipHop Album. Quasi ein Einhorn im hiesigen Genre. Ein Einhorn mit einer Chipmunkstimme das eine Menge Gras geraucht hat. Denn machen wir uns nichts vor, das ist Stellenweise schon gewöhnungsbedürftig was einem da in die Gehörgänge geschoben wird.
Thematisch im musikalischen Sinne ist The Unseen eine Homage an Jazz. Ohne Jazz kein HipHop, so sieht’s doch einfach mal aus! Dazu noch die chilligsten Beats und draußen-seiende Texte, vornehmlich vom Kiffen, Frauen und Musik. Das bleibt immer alles stimmig und ist trotz der Offensichtlichkeit des Drogenkonsums nie ein Klischee.
Jedes Mal wird ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert…Gras für die Ohren. Mehr soll gar nicht gesagt werden zum All-Time-Favorite, Klassiker und Meilenstein, zur Definition von Style und Coolness.
Hellouuu 2012,
das geht ja mal gut los! Es gibt Neuigkeiten von Air. Sie steuern den Soundtrack zu einer Neuverfilmung des Klassikers “Die Reise zum Mond” bei. Einen Vorgeschmack auf das neue Album gibt dieses herrliche Video:
Ein gutes Jahr war es, musikalisch gesehen. Hier meine gern gehörten Platten ohne Platzierung:
Cave In – White Silence
dEUS – Keep you close
Machine Head – Unto the Locust
Modeselektor – Monkeytown
Scroobius Pip – Distraction Pieces
The Black Keys – El Camino
Beastie Boys – Hot Sauce Comittee Part Two
Radiohead – The King of Limbs
Mogwai – Hardcore will never die, but you will
Prinz Pi – Achse des Schönen
Und nun noch Alben die ich dieses Jahr auch sehr gerne gehört habe:
Busta Rhymes – Extinction Level Event
El-P – Weareallgoingtoburninhellmegamixxx3
Pinback – Autumn of the Seraphs
Built to Spill – Ancient Melodies of the Future
Dann Tschüß und bis nächstes Jahr. Vielleicht wird es ja auch wieder gut!
Heute soll weniger ein Album besprochen werden. Vielmehr soll eine Band vorgestellt werden. Pinback sind eine dreiköpfige Band aus San Diego und machen herrlich schöne und angenehme Indie-Pop-Rock Musik. Wer Built to Spill, Nada Surf, Modest Mouse und/oder Death Cab for Cutie mag, der wird auch Pinback mögen. Wobei gleich vorneweg zu sagen ist, das sie nicht ganz so weichgespült wie Death Cab for Cutie sind.
Als Referenz für die Musik soll das letzte Album Autumn of the Seraphs empfohlen werden. Mit hervorragenden Melodien vom ersten bis letzten Song wird eine der Witterung entsprechende Stimmung transportiert. Schöne Musik mit einem melancholischen Touch, ohne Kitsch oder affektiert zu wirken. Und hier kann man ruhig das Wort “schön” verwenden. Denn wenn Musik als “schön” bezeichnet ist das immer eine schwierige Sache. Schöne Musik ist nämlich in den meisten Fällen langweilig und ohne Belang. Hier definitiv nicht! Das gilt für sämtliche Alben von Pinback.
Für den Herbst und Winter genau die richtige Musik.
Um sich eine Eindruck zu verschaffen hier mein favorisiertes Lied: