Archive for Februar, 2012

Busdriver – Beaus$Eros

busdriverRegan Farquhar, aka Busdriver, beehrt uns dieser Tage endlich auch in Deutschland mit Album Nummer 8. Dieses hört auf den wortspieligen Titel “Beaus$Eros” und ist die konsequente Fortführung dessen, was sich im Jahre 2007 auf “Roadkillovercoat” und noch mehr auf dem nunmehr 3 Jahre alten “Jhelli Beam” ankündigte.
Wenig bis gar nichts ist geblieben vom ultraschnellen Geflexe aus alten Project-Blowed-Tagen. Wurde auf den vorherigen Veröffentlichungen bestenfalles vereinzelt gesungen so tut der Mann aus Los Angeles dies nun beinahe auf Albumlänge. Ja, geradezu poppig ist es geworden, das Werk, was einige Fans der ersten Stunde mit Sicherheit verschrecken wird, ich aber sage: Gut so. Ehrlicher, authentischer, künstlerischer Pop ist großartig, weil frohsinnstiftend, spannend und keineswegs kurzlebig. Gnarls Barkley, die Gorillaz, Broken Bells…alles Beispiele dafür, das Pop nichts per se schlechtes ist.
Und so weiss auch “Beaus$Eros” mit tollen Melodien und dicken Produktionen zu gefallen. Zugegeben braucht einiges 2-3 Anläufe um zu zünden, dann sollte aber auch dem Letzten die Großartigkeit von Songs wie “You Ain’t OG”, “Colour Wheel”, dem Titeltrack oder der Vorabsingle “Kiss Me Back To Live” bewusst werden. Avantgardistisch ist das Ganze allein auf Grund der sehr eigenwilligen Art des Vortrages nach wie vor und Stücken wie “NoBlacksNoJewsNoAsians”, “Swandive Into A Drinking Glass” oder “Here’s To Us” wohnt noch immer eine gesunde Portion Busdriver-Wahnsinn inne so dass einfach keine Langeweile aufkommen mag.

Eine rundum tolle Platte die qua Gesetz gut gefunden werden muss und mich ganz wunderbar durch den Frühling (viele Frühlinge) begleiten wird!

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28

02 2012

Marsimoto – Grüner Samt

marsimoto-gruner-samt Ojeoje, wie kann ich nur, schicke ich mich an hier Grüner Samt von Marsimoto zu kritisieren. Die Beweggründe sind unterschiedlich. Ich mache es, weil mir zu viel gelobt wird und mittlerweile jedes Röhrenjeanshipsterkiddiemodefreakteen so tut als wäre Marsimoto der totale Überrapper, der gekommen ist um, gähn wie ausgelutscht, HipHop zu retten. Dann mache ich es aber auch, weil Marsimoto abgebaut hat und anscheinend sämtliche Redakteure beim Schreiben der Rezensionen zu breit gewesen zu sein schienen.

Es gibt viel über das Konzept Marsimoto zu schreiben. Mach ich jetzt aber nicht. Nur so viel: er kommt defintiv in die Hall of Fame des deutschen HipHop! Er kann auch ohne Zweifel Party machen und weiß ganz bestimmt die Massen zu bewegen. Aber das reicht mittlerweile nicht mehr. Wer solange im Geschäft ist und zurückliegende gute Alben genmacht hat, der legt zwangsläufig die Messlatte hoch. Und wie es nun mal so ist, besteht die Gefahr, dass diese gerissen wird.

Schauen wir also auf das hier Vorliegende. Der Titel Grüner Samt ist das Beste am Album, ist die Homage an Torch’s Blauer Samt offensichtlich. Würd mich trotzdem interessieren wer von der Hörerschaft das weiß und vor allem zu würdigen weiß. Und so ist auch das Produkt eine coole Idee: grünes Vinyl und auch noch ne tatsächliche Samtedition. Vermarkten kann sich Marsimoto mittlerweile wie ein Großer.

Die Produktionen sind technisch sehr gut, sind halt Profis am Werk. Aber man kennt diesen Elektro-Hip-Sound zu gut, um noch geflasht zu werden. Da ist man ziemlich schnell durch damit. Der Wortwitz ist auch da, allerdings bröckelt hier auch die Fassade. Das ging auch schon mal besser. Ich will auch gar nicht weiter auf jeden Titel eingehen. Aber bei Marsimoto liegt das gleiche Problem vor, wie schon bei der Marteria Platte: es hat sich alles sehr schnell abgenutzt. Es gibt kaum Titel, die man gerne wieder hören möchte, weil zu wenig zu entdecken ist. Das ist sehr schade.

Mir für meinen Teil fehlen die Vocal-und-Beat-Cuts, die zum Schmunzeln angeregt haben. Hier hat man sich doch öfter dabei erwischt Titel teilweise bis zum Erbrechen zu hören, weil die Cuts so sehr gut überlegt und gesetzt worden waren. Dieses offensichtliche Rumgereite auf Thema Kiffen ist sehr schnell nervig. Understatement fehlt mir und dafür habe ich aber Marsimoto geschätzt.

Sicherlich wird Marsimoto durch Marteria viele neue Fans gewonnen haben. Aber mit der neuen Scheibe werden auch ganz bestimmt viele gegangen sein.

19

02 2012

OUTSIDE IN – Art in the Streets

Eine nette Dokumentation über “Street Art”:


19

02 2012

J Dilla – The Greatest

Jay_Dee

Am 10. Februar verstarb J Dilla, DER HipHop Produzent überhaupt. In Gedenken an sein Wirken und Schaffen hat ?uestlove auf Hot97 ein einstündiges Dilla Set aufgelegt.

Anzuhören hier:

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02 2012

ScHoolBoy Q – Habits & Contradictions

HabitsnContradictions“Ain’t got no jewelry on still i’m shinin’ hard”

ScHoolBoy Q präsentiert mit Habits & Contradictions inhaltlich nichts was man nicht schon zu Haufe von einem Rapper aus den Staaten um die Ohren gehauen bekommen hat: natürlich Drogenkonsum und -handel, Party und Frauen, vornehmlich mit dicken Ärschen, die es zu f***en gilt und Gewalt und CashMoneyyy.

Und trotzdem feiere ich das Album. Das liegt in erster Linie an der Produktion sowie der Art und Weise der Textpräsentation. Beides ist wunderbar abwechlungsreich. Es erinnert manchmal an Tyler the Creator, ist aber doch sympathischer, weil es nicht übertrieben affig ist.

Die Produktionen variieren von teilweise anstregenden Synthiesounds (Sex Drive), schön schweren und schleppenden Beats (Oxy Music) über klassischen BoomBap (Raymond1969 fantastisches Portishead Sample) hin zu abstrakten Klängen (Sexting), und es geht auch fantastisch verträumt (There he go – mit exzellenten Klavier- und Saxophonsamples).

Dazu kommen noch die sehr unterschiedlichen Rap-Styles entsprechend zu den Produktion: schön böse und rauh, mal mit leichtem Sing-Sang, mal bischen einlullend und “druff” und dann auch einfach mal in Spoken-Word Manier.

08

02 2012

Smart MC – Frage der Schuld

Smart MC, seines zeichens Rapper bei den Phalluskindern aus Dresden, hat einen Solotrack veröffentlicht. Den sollte man sich mal anschauen:

und darf man sich auch offiziell legal herunter laden…”für den Walkman”.

07

02 2012