Archive for April, 2010

Eminem – Neue Singel “Not Afraid”

Eminem

Eminem

Nun ist es soweit und Eminem hat seine erste Single vom demnächst erscheinenden Album “Recovery” veröffentlicht. Das gute Stück heißt “Not Afraid” und kann hier angehört werden.

Die Hoerboten meinen: Nun ja, hoffen wir auf den Rest.

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04 2010

Dan Le Sac Vs Scroobius Pip – Get Better Video

Dan Le Sac Vs Scroobius Pip haben den Song “Get Better” ihres neuen Albums visualisiert.

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04 2010

M.I.A. – Neue Single + Video

Im Juni veröffentlicht M.I.A. voraussichtlich ihr neues Album. Der Appetizer dazu heißt “Born Free” und kommt mit einem sehr, nun ja, hartem Video. Der veranwortliche Regisseur heißt Romain Gavras, jener der uns 2008 das Video “Stress” von Justice beschert hat.

M.I.A, Born Free from ROMAIN-GAVRAS on Vimeo.

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04 2010

R.A. The Rugged Man – Uncommon Valor Video

Das folgend präsentierte Video hat einen gewissen Seltenheitswert von einem der wirklich und tatsächlich unterschätztesten Rapper.

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04 2010

La Coka Nostra / Inspectah Deck Live im Astra Kulturhaus Berlin (21.04.2010)

Das Astra Kulturhaus in Berlin Friedrichshain lud am 21.04.2010 zu einem besonderen Abend. La Coca Nostra und Inspectah Deck baten zum Doppel-Headliner Showcase und zum einzigen Deutschlandtermin der Tour. Das DJ-Set vor der Show stimmte das überraschend spärlich anwesende Publikum mit vielen 90er-Jahre-Rap-Klassikern ein, wobei die Gang Starr Dichte aus aktuellem Anlass sehr hoch gewesen ist.
Den Abend eröffnen durfte dann Annakin Slayd ein mir bis dahin unbekannter kanadischer MC, der eine solide Show ablieferte, die allerdings wenige bis keine wirkliche Aha-Momente bot. Die folgten dann nach kurzer Umbaupause erstmals mit dem Auftritt von Wu Tang Clan Mitglied Inspectah Deck. Hier deutet sich recht schnell an, dass der Abend eine Reise in die frühen 90er Jahre des Ami-Raps werden sollte. Flankiert von einem sehr unterhaltsamen Backuprapper und Wu-Tang DJ Mathematics ging Da Bill Collectah recht schnell dazu über seine Lines aus den großen Wu-Tang-Klassikern zu präsentieren. Von „Triumph“ über „Wu-Tang Clan Ain’t Nuthing Ta F***’ Wit“ bis hin zu „C.R.E.A.M.“ fanden sich im Set viele Stücke, die dem geneigten Rap-Fan ein seliges Grinsen aufs Gesicht zaubern sollten. Deck freestylte, wanderte rappend durchs Publikum, gab 3 MCs aus dem Publikum die Chance sich auf der Bühne zu präsentieren (wovon zumindest der letzte der 3 sehr zu gefallen wusste) und hatte (trotz des Publikums (doch dazu später mehr)) sichtlich Spass dabei.
Eine erneute kurze Umbaupause folgte, in der Inspectah Deck nebst Backup MC immer wieder auf der Bühne auftauchte um herumzualbern.

La Coka Nostra - Inspectah Deck live

Dann betrat DJ Eclipse die Bühne, legte los und nacheinander betraten Slaine, DannyBoy, Ill Bill und Everlast die Bühne um direkt klarzumachen, dass hier und heute ein Abriss erfolgen sollte. Die Playlist enthielt lediglich 4 Tracks aus dem großartigen 2009er La Coka Nostra – Album „A Brand You Can Trust“. Daneben gab es Non-Phixion-Classics („The C.I.A. Is Trying To Kill Me“), Special-Teamz- und Slaine-Songs und selbstverständlich etliche House Of Pain Hymnen. So wurde unter Anderem die legendäre House Of Pain/Helmet – Kollabo „Just Another Victim” vom Judgement Night Soundtrack zum Besten gegeben und das bereits erwähnte selige Grinsen auf meinem Gesicht verstärkte sich. Als dann als Zugabe die Überhymne „Jump Around“ den Abend beendete war ich dankbar das alles Live erleben zu dürfen.
Leider sahen das anscheinend nicht alle so, womit wir schon beim einzigen Kritikpunkt des Abends wären: Dem Publikum. Während Inspectah Deck die Lethargie in der Menge vor der Bühne nichts auszumachen schien, waren die Herren von La Coka Noste recht schnell sichtlich genervt von der fehlen Resonanz aus dem Publikum, wenn gejubelt und gefeiert wurde, dann relativ leise und nur recht kurz aber so ist das wahrscheinlich, wenn die Generation Bittorrent und Co. zu einem Konzert geht in dem hauptsächlich Songs zu hören sind, die erschienen, als der Großteil des Publikums gerade die ersten Schritte machte oder sich auf die Einschulung vorbereitete. Gerade Everlast und Ill Bill waren stellenweise echt sauer und drohten sogar die Bühne zu verlassen. Zum Glück taten sie’s nicht und bescherten mir und einigen anderen so eine Reise in eine Zeit, in der an Dirty South, Autotune und all die anderen Geschmacklosigkeiten des heutigen Raps noch nicht zu denken war.

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04 2010

Anti-Pop Consortium live in Dresden vs. Paint Club 22.04.2010

Am Abend des 22.04.2010 fand in Dresden wieder ein bischen Subkultur statt. Die Veranstalter von Blockrockinbeats haben zu einem netten “Soundbeerdigungsabend” mit dem Anti-Pop Consortium geladen. Zusätzlich starteten Cromatics den ersten Paint Club – die “Weiterentwicklung” der Secret Wars. Beides zusammen fand im Sektor Evolution statt.
Rückblickend fällt der Abend in die Kategorie “schlechte Nachricht/gute Nachricht” und getreu dem Motto beginne ich mit der schlechten Nachricht. Der Paint Club, als ein “…einzigartiges Turnier talentierter Illustratoren, Grafiker, Comiczeichner und Strassenkünstler, bei dem kreative Höchstleistungen, Wettbewerb und ein aufgeschlossenes Publikum miteinander verschmelzen.”, war eine absolute Nullnummer. Das Abstimmungssystem via Geräuschäußerungen, gemessen mittels fehlerhaften Messutensil, scheitert einfach daran, dass hier gewinnt wer die meisten Leute von sich mitbringt. Das führte dann auch dazu, dass Carpaso und Andy K. der Bandits Dresden, bereits in der ersten Runde völlig unerwartet ausschieden. Waren es doch alleine die beiden, die es verdient hätten weiterzukommen. Und so schrien sich dann 4 betrunkene 16 jährige Milchbubies mit ihren Hausaufgabenheftkritzeleien ins Finale. Um es auf einen Punkt zu bringen: die Veranstaltung Paint Club war unterirdisch!

Und nun zu der guten Nachricht: Anti-Pop Consortium haben nicht entäuscht. Bevor APC auftraten waren noch ein zwei andere Musiker zu hören. “That Fucking Sara” hat während der Acts wunderbartsen HipHop aufgelegt. Wie nicht anders zu erwarten wurde dem kürzlich verstorbenem Gruru ausgiebigst gehuldigt. Wieder einmal eine vortreffliche DJ Wahl.
Vor APC trat K-the-I??? auf. Die Menschwerdung Tummies von der Gummibärenbande wuchtete so dicke Beats durch die Kabelei der Anlage, dass einige kollabierten. Denn nach seinem Eröffnungstitel, ein total abgedrehtes Instrumental, mussten Lautsprecherkabel ausgewechselt werden, bevor er weiter machen konnte. Da man diesmal wußte was einen erwartet, war man auch nicht komplett vom Dargebotenen überrollt. Hat Spass gemacht.
Dann landeten APC aus der Zukunft des Rap mit ihrem “Full Contact Sound Clash”-Raumschiff aus einer anderen Dimension einer anderen Galaxie eines anderen Universums. Die Bühne eingetaucht in Nebel und blauem Licht kamen Sayyd, High Priest, Beans und Earl Blaize nacheinander auf die Bühne. Dabei nutzte Sayyd jede Sekunde, um darauf hinzuweisen, dass wir jetzt in Dresden sind. Im einleitenden Instrumental wurde mit gepitchten Tarzanschreien und derbe schweren und vetrackten Elektro-HipHop-Breakbeats klargemacht, das man sich auf einer, nein DER Beerdingung von Geräusch und Klang befand. Die hauptsächlich vom aktuellen Album vorgestellten Titel wurden ordentlich variiert und auch die beiden Klassiker “Dead in Motion” und “Ping Pong (the Return)” waren ebenfalls Remixe, haben aber dennoch am meisten Freude bereitet.
Als dann die vier Nichterdbewohner aus New York wieder in ihr Raumschiff gestiegen und gen Heimat gestartet waren, konnte man beruhigt feststellen, dass Geräusch und Klang noch am Leben waren. An die fulminante Show als Opener für Radiohead am 11.09.2001 in Berlin konnten sie nicht anknüpfen. Trotzdem war sehr cool die vier Avantgarde-Typen des HipHop einmal wieder live zu sehen.

Musik von Anti-Pop Consortium hier bestellen!

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04 2010

Animal Collective – Merriweather Post Pavillion & Caribou – Swim

Ein Gastbeitrag

Über Musik zu schreiben ist für mich wie über Philospohie zu schwimmen. Das Angebot der HOERBOTEN.DE, einen Gastbeitrag über drei Bahnen im 25 Meter-Becken zu verfassen, will ich trotzdem dankend annehmen. Wir tauchen in die aktuellen Platten von Animal Collective und Caribou ein. Stücke beider Alben im Wechsel zu hören mag daneben gehen; ein gemeinsamer Textbeitrag hingegen passt wunderbar – denn der kleinste gemeinsame Nenner dieses ungleichen Paares beschränkt sich darauf: Es sind psychoaktive Meisterwerke.
Das Atmen nicht vergessen. Die AC Scheibe wird zum Klassiker und von den Meisten in 15 Jahren vielleicht besser verstanden als gegenwärtig. “Merriweather Post Pavillion” ist eine Gehirnschnecke. Das zeichnet sich erst nach mehrmaligem Hören ab und dann ist es auch schon zu spät. Jedoch hätte man es wissen müssen – die Gestaltung des Albumcovers warnt vor. Damit sind wir an der ersten Wende, wechseln von Freistil auf Brust. Das Wasser wird flacher und fühlt sich auf einmal um 5 Kelvin wärmer an – “Swim” von Caribou will man draussen an den Elbwiesen hören, Caipirinha trinkend im knietiefen beleuchteten Pool in einer lauen Nacht. Falls das nicht geht, tun es auch Kopfhörer, die Heim-Stereo oder das VW Soundsystem. Vielleicht ist das die Platte, die man von den Chemical Brothers erwartet hätte? Schon schlägt man zur letzten Wende an und wird die verbleibenden 25 Meter von einem Torrent abwärts mitgerissen, daher kann man sich entspannt in die tote-Mann-Position begeben und einfach mit der Strömung treiben lassen. Aus den Felsspalten ranken links und rechts Songs, Geschichten und Szenerien in die Höhe, wiegen sich im Wind und du bist ganz nah dran zu verstehen, was Animal Collective in “Guys Eyes” mit “I really want to do just what my body wants to, I really want to do just what my body needs to” meinen.

Caribou - Swim & Animal Collective - Merriweather Post Pavillion

Caribou - Swim & Animal Collective - Merriweather Post Pavillion

Caribou “Swim” erschien offizell im April 2010 bei city slang, Animal Collective “Merriweather Post Pavillion” wurde im Januar 2009 von domino veröffentlicht.

Caribou – “Swim” hier bestellen!

Animal Collective – “Merriweather Post Pavilion” hier bestellen!

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04 2010

Rap Legende Guru ist tot!

Denke ich an Guru, dann ertönt in meinem inneren Ohr diese herrliche Trompete, gefolgt von der wohl entspanntesten Stimme des Rap: “Peace yo and welcome to Jazzmatazz…”.
Gifted Unlimited Rhymes Universal stand für die wohl entspannteste Art und Weise des Rappens. Textlich und thematisch legte er sehr viel Wert auf Inhalt. Er wollte den Hörern etwas mit auf den Weg geben. Und so sind seine Texte politischer Natur. Aber selbstverständlich musste auch auf Skills hingewiesen werden, denn ohne sie geht nun einmal nichts.
Auch wenn Guru nicht der kreativste Reimer mit dem absoluten Hammer-Flow war, so hat er doch zusammen mit DJ Premier als Gang Starr und dann mit der Jazzmatazz Reihe den HipHop und mein Ohr für diese Musik wie kein anderer geprägt!

Guru - 17.07.1966 - 19.04.2010

Guru - 17.07.1966 - 19.04.2010


Vielen Dank!

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04 2010

Peter Steele (04.01.1962 – 15.04.2010) – Die Besten…ihr wisst schon!

Pete Steele ist tot. Der 2,03 Meter Hüne mit dem charakteristischen Bass-Timbre, der mich seit seiner Zeit bei Carnivore und danach als Frontmann der New Yorker Goth/Hardcore Instanz Type O Negative begleitete und einen wesentlichen Teil meiner Jugend begleitete verstarb am Mittwoch, den 15.04.2010 an den Folgen eines Herzinfarkts. Anstatt hier nochmal sein Leben Revue passieren zu lassen möchte ich an dieser Stelle lieber auf die Momente verweisen, die bestehen bleiben. Momente, wie die Unfassbarkeit dessen was ab Minute 3:00 des Songs „Too Late: Frozen“ vom großartigen 1993er Album Bloody Kisses passiert, wenn man die richtigen Lautsprecher oder die richtigen Kopfhörer im Einsatz hat. Das bleibt und wird durch nichts eingerissen, ebenso wie das große „Summer Breeze“ – Cover vom selben Album oder die in tolle Sounds und Arrangements verpackte Misanthropie namens „We hate Everyone“. Oder die vielen morbid-romantischen Momente auf dem Album „October Rust“ aus dem Jahr 1996. „Red Water“, „Love You to Death“, „Die with Me“ sind auch 14 Jahre nach Erscheinen noch absolut zeitgemäß und intensiv.

Gute Reise Pete Steele! Du bleibst in Erinnerung als der, der 1996 im strömenden Regen am Ende des Sets die Seiten von seinem Bass riss als wäre es gar nichts. Eine gute Erinnerung.

Peter Steele (04.01.1962 - 15.04.2010)

Peter Steele (04.01.1962 - 15.04.2010)

Type O Negative Discographie:

• 1991 – Slow, Deep and Hard
• 1992 – The Origin of the Feces (not live at Brighton Beach)
• 1993 – Bloody Kisses
• 1994 – The Origin of the Feces (Re-release)
• 1994 – Bloody Kisses (Digipak)
• 1996 – October Rust
• 1999 – World Coming Down
• 2000 – The Least Worst Of (Compilation)
• 2003 – Life Is Killing Me
• 2006 – The Best of Type O Negative (Compilation)
• 2007 – Dead Again
• 2009 – Slow, Deep and Hard (Remastered)

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04 2010

The Dillinger Escape Plan – Option Paralysis

Was ist den nur im harten Rock los? Nachdem im letzten Jahr die Alben von Mastodon, Baroness und Poison the Well für offene Münder sorgten kommen nun The Dillinger Escape Plan mit ihrem neuen Album „Option Paralysis“ um die Ecke und blasen einen förmlich um. Die 5-köpfige Band aus New Jersey zeigt auf ihrem 4. Album im 13. Jahr des Bestehens wie komplex harter Rock im Jahr 2010 sein kann. So folgen melodische und großartig arrangierte Passagen auf kompromisslose Mathcore / Chaoscore / Grindcore-Einlagen.

Dillinger Escape Plan - option paralysis

Diese ständige Achterbahnfahrt sorgt dafür, dass die Melodischen Passagen neben den Wasauchimmer-Core – Abschnitten noch raffinierter und erhabener wirken und umgekehrt die Hau-Drauf-Momente durch die sehr musikalischen Augenblicke an Kompromisslosigkeit und Aggressivität gewinnen. Bestes Beispiel hierfür ist das großartige „Widower“, welches als klavierinstrumentierte Ballade zu beginnen scheint, sukzessive an Härte gewinnt und schließlich in einem grandiosen Ausbruch gipfelt, um dann wieder langsam abzuklingen. Absolut majestätisch. Greg Puciato singt, schreit und wütet sich so vor atmosphärisch dichten Soundwänden durch die 10 neuen Songs um den Hörer am Ende sprachlos, erschöpft und begeistert zurückzulassen! Eine sehr atmosphärische, vielschichtige und einfach tolle Platte!

The Dillinger Escape Plan – “Option Paralysis” hier bestellen!

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04 2010