Archive for September, 2009

N.A.S.A. – The Spirit of Apollo

N.A.S.A. (North America South America) wollen die Menschen der Welt durch Musik und Kunst zusammenbringen. Die Absicht ist edel, klingt aber zu sehr nach Blumenkind und Friede Freude Eierkuchen…aber die kriegen das hin.
Als erstes fällt die unglaublich lange Gästeliste auf . Ich wollt nicht zählen, hab es dann aber doch gemacht und bin doch tatsächlich mal so eben auf 39 Musiker gekommen. Wer jetzt rumlamentiert von wegen viele Köche und so, der sollte lieber mal die Ohren spitzen und seine Backen gaaaanz ruhig halten. Denn plötzlich liest man Tom Wait feat. Kool Keith oder Nina Persson feat. RZA oder etwa David Byrne feat. Chuck D. Das liest sich nicht nur staunend, sondern das hört sich auch so an. Die vielen unterschiedlichen Gäste der unterschiedlichen Genres vertragen sich miteinander. Es gibt keinen negativen Ausreißer, bei dem man sich denkt: na, den/die hät ich weggelassen – außer Kanye natürlich.

Doch so spektakulär sich die Gästeliste auch liest, sie kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass im Grunde nichts richtig “freshes” präsentiert wird, dafür das es “ein Plädoyer für den Hip Hop” sein soll. Das fetzt schon alles und macht auch Spaß und das Motto: “There’s a party and you are all invited” funzt ohne Frage.  Aber je öfter ich die Scheibe gehört habe, desto beliebiger klang sie. Zudem fing ich dann doch an gezielt Lieder auszuwählen. Das geilste Ding ist “Spacious Thoughts feat. Kool Keith & Tom Waits”. Dann sind noch “Way down feat. RZA, Barbie & John Frusciante”, “Gifted feat. Kanye West, Santogold & Lykke Li” ziemlich geil. Der Rest plätschert dann eher beiläufig durch die Boxen.  Tja und das ist bei 17 Titeln eine eher schwache Ausbeute.

NASA

Ich befürchte hier ein One Hit Wonder. Wiederholen werden die Jungs das definitiv nicht. Da müssen sie schon tief in die musikalische Trickkiste greifen, klingt die Scheibe in ihrer Gesamtheit für meinen Geschmack zu popig. Wöllte ich eine Schulnote geben, dann wäre es so etwas gemeines wie eine 1 minus oder doch eher eine 2 plus.
Empfehlen kann ich die Scheibe aber trotzdem. Die macht schon Spaß und ist auf jeden Fall eine gute Laune CD.

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09 2009

Wenn Musik nicht mehr gekauft wird…und das zurecht!

Die Musik-Industrie jammert. Wie jeder weiß, nicht erst seit gestern und wie jeder wissen sollte oft aus reiner Selbstverschuldung. In den Augen der Betroffenen (Industrie und Verlage) sind die vielen illegalen Downloads schuld an der ganzen Misere. Dass die Gratis-Kultur im Netz einen Anteil an der Krise hat lässt sich nicht von der Hand weisen aber werfen wir mal einen Blick auf die Jammernden selbst. Diese überschwemmen den Markt gerade in Deutschland seit Jahren mit „Produkten“ die diesen Namen tatsächlich verdienen. Das ganze beginnt bei immer wieder neuen Retorten-Sängern aus diversen Casting-Shows und endet bei schlecht animierten CGI-Unfällen mit Schlumpfstimme, die irgendwelche möglichst klebrigen oder „frechen“ … nunja … Geräusche, Worte, Wasauchimmer von sich geben. Neue Künstler mit Anspruch bleiben bei den Majorlabels in der Regel auf der Stecke. Eine interessante Sache da sich die Musikindustrie (allein das Wort schon) selbst dem Kulturbetrieb zugehörig fühlt, aber -zumindest in Form der großen Verlage- nahezu nichts zu ihm beiträgt.
Es wird gar nicht versucht eine Fan-Künstler-Beziehung aufzubauen, die nötig ist, um als Künstler auch längerfristig von seiner Kunst leben zu können. Die Zahl der „Produkt-Künstler“, die auch beim zweiten oder dritten Album relevant sind (für wen auch immer…ich Urteile über niemandes Geschmack…zumindest jetzt gerade nicht) ist extrem überschaubar. Dass dies auch anders geht zeigen Bands und Künstler wie U2, Metallica, Madonna, Rosenstolz, Xavier Naidoo, Coldplay und viele mehr, die zwar streitbar sind aber zeigen, dass man durch eine gesunde Fanbase auch langfristig Erfolg haben kann. Besonders interessant ist dies im Fall der beiden Letztgenannten, da sie ihren Durchbruch feierten, als man bereits von einer Krise sprach. Der geneigte Hörer und Fan ist anscheinend sehr wohl in der Lage zu erkennen, ob es sich bei einer Platte um ein Produkt handelt, dass lediglich dem Abverkauf dient oder darüber hinaus einen wie auch immer gearteten künstlerischen Anspruch hat.
So und nicht anders erklärt sich der Erfolg eines Labels wie StonesThrow, das in den 13 Jahren seines Bestehens keinen einzigen Charterfolg zu verbuchen hatte aber nicht von Krise spricht, da man vernünftiger wirtschaftet, ehrlich seinen Käufern gegenüber ist und nicht zuletzt auf eine treue Fanbase bauen kann. Hier wird nicht alles gesignt, was zwar einen Ton halten kann aber darüber hinaus absolut gar kein Profil besitzt. Was nutzt die beste Stimme, wenn die Songs, die man singen MUSS Banane sind.
Gerade in Deutschland glaubt man immer noch, die Leute durch eine möglichst glatte und unspannende Produktion langweilen zu müssen. Und so setzt man dann den Bohlen, den Christensen oder einen der anderen überheblichen Langweiler an die Regler, lässt Lukas Hilbert einen schmissigen und bloß nicht zu Anspruchsvollen Text aufs Papier husten und irgend ein Retorten-Teenie mit Knebelvertrag und Abercrombie- oder Ed-Hardie-Shirt muss das dann vorsingen. Das Ganze landet dann dank einer zwar mittelmäßigen aber nicht zu übersehenden Marketingstrategie von Null auf 1 (oder zumindest Top Ten), verschwindet aber in der Regel nach einigen Wochen auf die hinteren Ränge der Charts. Ein zweites oder gar drittes Album gibt es in der Regel nicht da bereits eine neue Sau durch’s Dorf getrieben wird.
Auch ein Verlagern auf’s Live-Geschäft zur Kompensation fehlender Verkäufe ist hier nicht möglich, da von langweiligen Acts per Vollplayback vorgetragene, langweilige Songs auch Live eine eher kurze Halbwertzeit genießen.
Und so greift alles ineinander. Langweilige Künstler, Langweilige Musik, schlechte auf kurzfristigen Erfolg abzielende Vermarktung führen zu weniger guten und seriösen Künstlern bei großen Plattenfirmen, da diese sich entweder erfolgreich selbst vermarkten (Radiohead, Nine Inch Nails, etc.) oder sich bei kleinen bis mittelgroßen Labels besser aufgehoben fühlen.

Aus all dem ergeben sich für mich folgende Fragen?

- Wieso hat in der Musikindustrie nie jemand darüber nachdacht anstatt zum 100. Mal alles auf die illegalen Downloads zu schieben?

- Wieso glauben Menschen wie Detlef „D!“ Soost, Alex „U96“ Christensen, Dieter Bohlen und Co. zu wissen, was gute Musik ist, wo sie doch noch nie welche selbst hervorgebracht haben?

- Wieso glauben auch nach der 5 Staffel DSDS und der 100. Staffel Popstars noch immer junge Menschen auf diesem Weg den Durchbruch zu schaffen?

- Wieso sind die dDeutschen Charts trotz alledem durchzogen von ohren- und hirnzerfressendem Unfug?

- Wird es je ein 3. Lady GAGA Album geben?

- Wenn ja, wird es eine Rolle spielen?

- Wieso reg ich mich hier eigentlich darüber auf?

Mir schwirrten noch so viele Dinge im Kopf herum, die ich hier ansprechen wollte (Special Editions, Live-Erlebnisse, die (abgesagte) PopKomm, Autotune, u.s.w.) aber das würde den Rahmen sprengen und soll eventuell später thematisiert werden (oder es wurde bereits thematisiert).

Fakt ist und bleibt, ehrliche Musik mit Seele, egal welchen Genres wird auch weiterhin gekauft werden. Menschen, für die Musik mehr ist als ein Mittel Stille zu unterdrücken und Gedanken zu verdrängen, werden auch weiterhin die Künstler, die Ihnen wichtig sind unterstützen und Platten kaufen.

Ich werd mir jetzt die famose “Riceboy Sleeps” von Jónsi & Alex zu Gemüte führen, das tolle “Book of Original Artwork”, dass der Sammler-Edition der Platte beiliegt, durchblättern und Musik und Abend genießen.

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09 2009

Beta Satan

Der Name ist schon mal amtlich. So auch die Debutscheibe der Dänen von 2008. Über die Band gibt es nicht viel zu erzählen. Wie auch, werden doch Informationen zur Band von der Band unter Verschluss gehalten. ’s geht nu mal nur um die Musik haben sich die Jungs bestimmt gedacht. Besteht die CD doch lediglich aus einem lustigen Cover. Kein Booklet, nüschts.

Beta_satan

Was den Augen fehlt, kriegen dafür die Ohren um so gewaltiger reingeblasen.  12 Bretter werden hier vor den Latz geknallt. Ordentliche Gitarren zwischen herrlich fröhlichen Indiemelodeien und kleinen, aber feinen Hardcore-Salven.
Das Schlagzeug kommt mit ordentlich Druck. Dazu schrillen immer mal wieder echt lustige Keyboardlinien durch, die nie nerven.
Bei Beta Satan geht es ohne Verschnaufpause ordentlich nach vorne. Fast schon so, als ob hier etwas ganz kurz vor der Explosion steht. Macht einen heiden Spaß die Scheibe. Man darf auf den Nachfolger gespannt sein.

Beta Satan – “Girls” hier bestellen!

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09 2009

Die zweite Meinung zu Mr. Kanye…

Während des Lesens hatte ich immer dieses Lied im Ohr:

YouTube Preview Image

Mehr sage ich nicht dazu.

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09 2009

Kanye West…oder wieviel Ar***loch geht eigentlich noch?

Ein Gastbeitrag!

So, Herr Kanye West hat mich durch seinen “Auftritt” bei den MTV Video Music Awards 2009 endgültig überzeugt. Er ist ein hirnloses, respektloses Würstchen.

Aber der Reihe nach.

Wie jedes Jahr wurde auch wieder der Preis für “Best Female” vergeben. Unter anderem waren Frau Gaga, Katy Perry und Pink nominiert.
Nun ja, gewonnen hat Taylor Swift. Mir persönlich ist die Frau ja echt wurscht, die übrigen Nominierten wohl auch, aber gewonnen ist gewonnen.
Die Gewinnerin, sichtlich überrascht, geht strahlend auf die Bühne und freut sich wie ein kleines Kind. Man gönnt es ihr, sie ist sympathisch- niedlich, grinst wie Bolle. Sie sagt artig danke und wie toll doch das Gefühl ist, so einen Preis in Empfang nehmen zu dürfen. Hach, alles schön, so eine Maus- Schnitt- Pink im Publikum freut sich mit, klatscht eifrig in die Hände -Schnitt- ein kleiner sonnenbebrillter Kanye West mit merkwürdiger Frisur ist plötzlich im Bild, reißt der verdutzten Gewinnerin das Mikro aus der Hand und brüllt, dass sie doch ganz toll sei, aber frau Knowles doch das wohl beste Video aller Zeiten hatte.
Unbehagen und erste Buhrufe aus dem Publikum, eine sichtlich überraschte und schockierte Beyoncé Knowles, Herr Kanye West rast von der Bühne.
Taylor Swift sagt noch was ins Mikro, leider kein Ton mehr, Schnitt zum nächsten Beitrag.

Herr West, das war das peinlichste, ungehobeltste Verhalten im Fernsehen seit langem! Natürlich, Sie sind ein von Gott gesandter, begnadeter Musiker, ein hervorragender Modedesigner (knallrote Sneakers, wow!) und einfach ein Geschenk des Himmels. Oder ist das nur Ihre persönliche Meinung??

Dieser Typ geht mir schon seit langem tierisch auf den Keks. Aber bitte, die Geschmäcker sind verschieden. Aber wie kann man sich erdreisten, ohne Rücksicht auf Andere, seine Fresse zu jeder Gelegenheit in den Vordergrund zu schieben, auch wenn es Niemanden interessiert? Taylor Swift hat den ersten Moonman ihrer Karriere bekommen (vielleicht ja auch den letzten), und sollte doch diesen denkwürdigen Augenblick genießen. Aber nein, da geht ein dummes Schw**n auf die Bühne um seine eigene Meinung in den Äther zu kotzen, die Niemanden auf der ganzen Welt interessiert! Ich hätte ihm die Trophäe auf seinen mies rasierten, leeren Schädel gedonnert!!
Tja, Moment versaut, Schaden ist da. Dann rügen ihn hinter den Kulissen gleich seine PR Leute, die ihn zu einer halbherzigen Entschuldigung auf seinem Blog zwingen, die genauso hirnrissig ist, wie das ganze Theater bei der Verleihung.

Abschließend einfach eine höfliche Bitte an Herrn West: BITTE BITTE, halten Sie ihre dumme Fresse.

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09 2009

Shit Music only

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass in Sachsen Radio hören nicht möglich ist. Das hat nichts mit Empfangsschwierigkeiten oder dergleichen zu tun. Vielmehr leigt es daran, dass das Groß an Sendern einfach nur scheiß Musik spielt und dazwischen schlechte Moderatoren versuchen immer total gut drauf und witzig zu sein.
Heute war wieder mal einer dieser Morgen, an dem ich einfach mal im Hintergrund irgendwas dudeln lassen wollte. Dabei hab ich den Sendersuchlauf entscheiden lassen. Zu hören bekam ich dann Energy Sachsen…ein Todesurteil für meine Ohren und den Glauben an den vernunftbegabten Menschen. Den Slogan des Senders Hit Music only hab ich dann ganz schnell im Stillen leicht abgewandelt und dachte, dass mich dann nichts mehr schocken kann. Doch weit gefehlt! Während ich über die schönen Zeiten, die Radio 1, Fritz und ich miteinander hatten sinnierte, geschah folgendes: DerDieDas Interpret/in gab ein Lied zum Besten, in dem gesungen wurde: “…blablabla…i’m bagging you for mercy…blablabla”. Darauf reagierte die Moderatorin wie folgt: “…auch ich sage merci, für den Kaffee.” Kriegen die eigentlich mit, was die da von sich geben? Wahrscheinlich. Die finden das bestimmt auch noch gut. Und die meisten Hörer gewiß auch. Das ist aber nur traurig, wenn das als Radiounterhaltung tatsächlcih ernst gemeint ist.
Etwas Gutes hat die Sache: ich bin geheilt vom Radio hören in Sachsen. Ich werde den Sendersuchlauf nie wieder entscheiden lassen. Statt dessen werde ich dann doch wieder via Internet auf die guten alten Freunde hören. Armes Sachsen!

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